30.03.2016, 17:32 Uhr

Neuaufstellung des Stadtmuseums abgeschlossen

Museumsleiterin Eveline Klein mit Bürgermeister Klaus Schneeberger vor dem berühmten Corvinusbecher. (Foto: Kreska)

Bild und Text von Karl Kreska. Neueröffnung mit „Tag der offenen Tür“ am 10. April

Nach rund neun Monaten Bau- und Umgestaltungszeit ist es am 10. April soweit: Die neue Schausammlung des Wiener Neustädter Stadtmuseums öffnet mit einem „Tag der offenen Tür“ ihre Pforten. Bürgermeister Klaus Schneeberger zeigte sich nach einem ersten Rundgang mit Kulturstadtrat Franz Piribauer und Museumsleiterin Eveline Klein höchst erfreut.
„Wiener Neustadt, die Hauptstadt der Wiener Alpen und historisches Zentrum des Industrieviertels wird seiner Bedeutung in der Geschichte mit dieser neuen, städtischen Schausammlung voll und ganz gerecht“, so der Bürgermeister bei der Präsentation. Schneeberger und führte weiter aus: „Wir wollen damit das Bewusstsein der Menschen für die Einzigartigkeit der Stadt und ihrer Bewohner wecken sowie alle einladen, Wiener Neustadt neu zu entdecken. Das neue Museum wird aber auch ein wichtiger Mosaikstein zur Belebung und Stärkung unserer Innenstadt sein.“
Kulturstadtrat Franz Piribauer, MSc, verweist auf eine weitere Dimension des Projekts: „Natürlich stellt diese Neugestaltung auch einen Vorgriff auf die Landesausstellung 2019 dar, bei der dem Stadtmuseum eine besondere Bedeutung zukommt.“

Zur Neuaufstellung
Das Stadtmuseum Wiener Neustadt präsentiert seit 1824 wertvolle Exponate zur Geschichte der Stadt. Seit 1994 befindet sich das Museum im ehemaligen Dominikanerkloster St. Peter an der Sperr. Die Schausammlung wurde damals konzipiert und seither lediglich in Teilbereichen angepasst. Die chronologische, für Besucherinnen und Besucher oft schwierig zu erfassende Präsentation war für die damalige Zeit typisch, ist jedoch heute nicht mehr zeitgemäß. Deswegen ist die Umgestaltung notwendig geworden, um auch in Zukunft die Kriterien zu erfüllen, die unter anderem als Träger des Museumsgütesiegels vorgeschrieben sind.
Die Planungen zur Umgestaltung begannen bereits im Jahr 2012. Das Team rund um Leiterin Mag. Eveline Klein wurde dabei von Mag. Susanne Hawlik, vom Büro für Museumskonzeption, beraten und begleitet. Wichtigstes Ziel bei allen Überlegungen war ein neuer, an den Besonderheiten der Stadtgeschichte orientierter Zugang, sowie die Nachvollziehbarkeit von Entwicklungslinien von der Stadtgeschichte bis heute.

So wird in Zukunft die Stadtgeschichte nicht mehr historisch aneinander gereiht, sondern in Themenblöcken nachvollzogen. Diese sind unter anderem
• Wie alles begann – Faktoren, welche die Stadt im Mittelalter prägten
• Stadtentwicklung – wie wächst, entwickelt, verändert sich die Stadt?
• Religionen in der Stadt
• Privilegien, Gerichtsbarkeit, Rechte, Verwaltung
• Kristallisationspunkt der stadtbürgerlichen Identität – der Corvinusbecher
• Existenzbedrohung: Krieg, Angriff, Verteidigung
• Mobilität im Wandel
• Handwerk, Manufaktur, Industrie
• Galerie des 20. Jahrhunderts

All diese Themengebiete werden weniger textlich, als viel mehr grafisch bzw. auch multimedial vermittelt und aufbereitet, damit die Sammlung auch ohne Führung gut besichtigt werden und jeder Besucher einen individuellen Zugang wählen kann.

Die Kosten der Neugestaltung betrugen 200.000,- Euro, von denen 47.500,- durch das Land NÖ sowie 25.000,- durch den Bund aufgebracht werden. Dazu kommen auch die Beträge aus der Aktion „Schirmherrschaft“, bei der zur Zeit 30 Schirmherren für die Restaurierung von Objekten spenden.
Die Eröffnung der neuen Schausammlung erfolgt am Sonntag, dem 10. April, von 10 bis 16 Uhr, im Rahmen eines großen „Tag der offenen Tür“ mit freiem Eintritt.
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