14.09.2016, 10:33 Uhr

"Es geht um die Zukunft des SC Wiener Neustadt"

Hans Reinisch spricht Klartext. (Foto: Buzzi)

Wiener Neustadt. SC-Präsident Hans Reinisch im Bezirksblätter-Interview.

Zwei große Berichte in Tageszeitungen, zwei Aufreger. Hans Reinisch legte erstmals "seine" ehrgeizigen Pläne für eine neue Sportarena in Wiener Neustadt auf den Tisch - im Gegensatz zu den politischen Entscheidungsträgern, die sich sehr zurückhaltend geben.
Bezirksblätter: Der neue Sportstadtrat Udo Landbauer hat mit seiner Aussage "Ein Maracana-Stadion bauen wir in Neustadt keines" ganz klar auf ihre Stadionpläne gezielt.
Hans Reinisch: Im Endeffekt geht es nicht um ein Stadion. Es geht um die Zukunft und Wirtschaftlichkeit des SC, vor allem des Nachwuchssportes Sparte Fußball. Hat man Interesse an einer zukunftsorientierten Akademie mit Nachwuchsförderungsprogramm? Momentan haben wir 14 Nachwuchsmannschaften, die in Eggendorf und auf der Neuklosterwiese trainieren müssen.

BB: Wer sollte so ein Projekt finanzieren, wer kann ein Stadion wirtschaftlich betreiben?
Reinisch: Zuschauerzahlen allein können das nicht bewerkstelligen. Die TV-Gelder werden immer weniger, daher sind auch die Sponsoren vorsichtiger und die Einnahmen aus den Werbeflächen sind überschaubar.

BB: Wie kommt man dann zu Geld, vor allem für "ihr" Projekt, bei dem es um mindestens die vierfache Summe der Polit-Vorstellung geht.
Reinisch: In dem von mir vorgelegten Modell sind Hotel und Shopping-Area miteinbezogen. Das Konzept muss über Fußball hinaus gehen. Und der Stadt kostet es nicht mehr als ein abgespecktes 6-8-Millionen-Stadion. Der Rest ist durch Investoren abgedeckt.

BB: Haben Sie Investoren und Bürgermeister schon einmal zusammengebracht? (Info: Die Investoren sollen Schweizer sein).
Reinisch: Wir sind mehrmals zusammengesessen, bislang ohne Entscheidungen.

BB: Ist das der Grund, warum Sie sich in den vergangenen Tagen an die Tageszeitungen gewandt haben? Werden Sie ungeduldig?
Reinisch: Bei meinem Antritt als SC Präsident habe ich den Fans, den Spielern, der Öffentlichkeit Offenheit und Klarheit versprochen. Die Stadt hat signalisiert, dass sie ein Stadion bauen will. Meine Erwartungshaltung habe ich kundgetan und auch eine Projektmöglichkeit präsentiert und will damit sagen: Lasst uns doch über eine andere Variante als ein "Stadion Light" sprechen.
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