Event Safety setzt auf Frauenpower

Pendekar Puti ist für das Training und die Ausbildung des Frauenteams zuständig.
  • Pendekar Puti ist für das Training und die Ausbildung des Frauenteams zuständig.
  • hochgeladen von Maximilian Spitzauer

ALSERGRUND. Frauen in der Security- und Türsteher-Branche sind immer noch ein eher befremdliches Bild. Dass das jedoch nur ein Vorurteil ist, beweist der Security-Dienstleister "Event Safety". Mit einem eigenen Frauenteam ist die Alsergrunder Firma in Wien noch einzigartig. "Es melden sich immer mehr Frauen bei uns, das freut mich unheimlich", sagt Teamleiterin Pendekar Puti. Sie war eine der Ersten, die bei "Event Safety" anheuerten.
Zur Branche kam sie durch den Kampfsport. Von ihrem Vater lernte sie alle Grundlagen und ist mittlerweile selbst Großmeisterin im indonesischen Kampfsport. "Ein paar Kollegen haben mich gefragt, ob ich nicht einmal als Security arbeiten möchte", erzählt Puti. Dieser Aufforderung ist sie auch prompt gefolgt und wurde schnell in die Kreise der männerdominierten Szene aufgenommen. "Natürlich gab es ab und zu Häkeleien, aber das gehört dazu." Mittlerweile ist sie nicht mehr allein und das Team auf zehn toughe Frauen angewachsen.

Reine Frauenteams

Der erste Auftrag für das Frauenteam kam schnell. "Ich darf zwar nichts darüber erzählen, aber der Testlauf ist gut gegangen", lacht Puti. Weitere Aufträge folgten. Einer davon sorgte für großes Aufsehen in der Szene: Die deutsche Rapgruppe K.I.Z veranstaltete ein Konzert nur für Frauen, und "da war ein weibliches Securityteam natürlich naheliegend". Das auf Facebook geteilte Selfie schlug Wellen, mit denen Puti nicht gerechnet hatte. "Jetzt kommen immer mehr Aufträge und immer mehr Frauen wollen bei uns anheuern", freut sie sich.
Dass sie manchmal auf ihr Geschlecht angesprochen werden, lässt sich nicht vermeiden. "Kommentare wie ‚Lächle doch mal‘ oder Ähnliches unterbinden wir relativ schnell." Vor allem wenn Alkohol im Spiel sei, würden ein paar junge Männer übermütig.

Kommunikation statt Gewalt

Das Bild vom hantigen Türsteher, der Partygäste eher unfreundlich wegschickt, ist zwar nicht ganz verschwunden, wird aber immer weniger. "Das ist auch gut so. Handgreiflich werden ist das letzte Mittel, das wir gebrauchen. Davor kommt immer das Gespräch", so Puti. Auch das will gelernt sein. Mit Vorträgen und Seminaren bilden sich alle Securitys bei "Event Safety" weiter. Ihre Thaibox-Künste musste sie bis jetzt noch nicht einsetzen. Nur ein einziges Mal wurde es knapp. "Mich hat eine Frau gestoßen und nicht mehr aufgehört. Ich hab ihr dann klipp und klar zu verstehen gegeben, dass das kein Verhalten ist", erzählt die Teamleiterin. "Aber aus so etwas lernt man." Seitdem hat sich einiges getan. Dank ihrer Erfahrung trainiert sie das Frauenteam mittlerweile alleine und ist auch bei jedem Event die erste Ansprechperson. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Zukunft fünf oder sechs Teams haben werden", ist Puti überzeugt. Weitere Infos zu "Event Safety" unter www.event-safety.at

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