Im Schopenhauer wird tarockiert

Tarock: Robert Sedlacek, Dietmar Kramer und Obmann Hans Kunz  (v.l.) spielen zu Dritt und nach genau definierten Regeln.
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  • Tarock: Robert Sedlacek, Dietmar Kramer und Obmann Hans Kunz (v.l.) spielen zu Dritt und nach genau definierten Regeln.
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WÄHRING. Jeden Dienstag und Donnerstag steht im Traditionscafé Schopenhauer in der Staudgasse "Altwiener Großtarock modern modifiziert" auf dem Programm.
Von 10 bis 17 Uhr finden sich an den beiden Clubtagen Tarock-begeisterte Damen und Herren jeden Alters und Berufs zusammen, um dieses königliche Strategiespiel, das strengen Regeln folgt, jeweils zu Dritt an einem Tisch zu spielen.
Dahinter steht die Tarocksektion des Club 50, ein über 50 Mitglieder starker Verein, der vor zehn Jahren gegründet wurde und auch Tarockvorstellungen an Wiener Volkshochschulen gibt.

Freude am Spielen ohne Geld
Willkommen ist im Schopenhauer jeder, der Großtarock entweder schon beherrscht oder noch erlernen will. Obmann Hans Kunz gibt an den Clubtagen auch gerne Unterricht: Vorher einfach einen Termin vereinbaren (0650/7964202). Gespielt wird übrigens niemals um Geld.
Überhaupt gibt es hier weder Mitgliedsbeiträge, Anwesenheitspflicht noch Gruppenzuordnung. Man kann kommen und gehen, wann man will. "Wir treffen uns und spielen Großtarock einfach aus Freude an der Sache", so Dietmar Kramer, seit vielen Jahren fast immer mit dabei.

Tradition über das Kaffeehaus hinaus
Das Tarockspiel ist um 1470 in Italien entstanden und über Frankreich in die Länder des Habsburgerreiches gekommen und hat sich in den 500 Jahren seither vielfältig entwickelt, neue Spielkreationen kamen dazu, einige wurden wieder verworfen. Das klassische "Altwiener Großtarock modern modifiziert" - kurz Großtarock - ist ein hochwertiges, geselliges Strategiespiel mit klaren Regeln, das nicht wirklich schwer zu erlernen ist, aber auch die einfacheren Tarockspiele wie Königrufen, Zwanzigerrufen oder andere haben heute wieder einen Kaffeehaus bezogenen kulturellen Stellenwert in Wien.

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