"WunderBros" und "Tripbox": In der Rotenlöwengasse werden Hits gemacht

Florian Machek-Tomasch vor der ausgezeichneten Single "Hot Summer" von Monroose. Die Nummer wurde von ihm produziert. Daneben eine ausgezeichnete Fendrich-Platte, die Studiokollege Michael Dörfler produzierte.
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  • Florian Machek-Tomasch vor der ausgezeichneten Single "Hot Summer" von Monroose. Die Nummer wurde von ihm produziert. Daneben eine ausgezeichnete Fendrich-Platte, die Studiokollege Michael Dörfler produzierte.
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ALSERGRUND. Was haben die US-Stars Lady Gaga und Babyface mit Thomas D, Rainhard Fendrich und Georg Danzer gemeinsam? Sie vertrauen auf die Produzenten und Tontechniker aus der "Produzenten-WG" in der Rotenlöwengasse. "Wir haben uns langsam hinaufgearbeitet. Erst fünf Jahre, nachdem wir unser Studio gegründet haben, hat sich für mich eine Rentabilität gezeigt", erzählt Florian Machek-Tomasch, der vor 17 Jahren als Absolvent der Tontechnikerschule SAE gemeinsam mit dem dortigen Schulleiter Michael Mitch Dörfler und Lex Machat, der sich mit seiner Band "Zweitfrau" einen Namen gemacht hat, die Räumlichkeiten am Alsergrund mietete.

200 sanierungs- und adaptierungsbedürftige Quadratmeter, in denen vor Beginn der Studiotätigkeit erst Wände für Raum-in-Raum-Konstruktionen aufgestellt und der Bereich zwischen Estrich und Bodenbelag mit Schaumstoff aufgefüllt werden musste. Die Mühe hat sich gelohnt: Schwarz geflieste Gänge, an deren Wänden in schwarzen Bilderrahmen die mit Gold und Platin ausgezeichneten Platten der hier produzierten Musiker von Monrose bis Fanta 4 hängen, verbinden die Regieräume der drei Produzenten und Songwriter mit einem Gemeinschaftsraum und dem gemeinsam genutzten Aufnahmeraum.

Georg Danzer, "Alejandro" und Schnitten

Es gab schon eine Zeit, in der ich den Schritt bereut habe", gesteht Dörfler. "Ich habe gleich mit dem Unterschreiben des Mietvertrages meinen Job gekündigt. Dann musste aber erst umgebaut werden, dann wurde mein Auto kaputt und dann auch noch mein Computer. Aber ich habe mich durchgebissen." Eine Zusammenarbeit mit dem mittlerweile verstorbenen Austropop-Star Georg Danzer im Jahr 2003 war der erste große Auftrag des Gersthofers. "Ich war am Konservatorium und habe eine Gitarrenausbildung. Daher war ich viel in der Wiener Liveszene als Musiker unterwegs und so ergab sich der Job. Danach ging ein Projekt ins andere über." Zwar hat Dörfler ab und zu gemeinsam mit Machek-Tomasch an Projekten gearbeitet, doch jeder Produzent der WG in der Rotenlöwengasse hat sein eigenes Studio mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

So hat sich Machek-Tomasch mit seinem Studio "WunderBros" neben Mixing, Produktionen und Mastering für internationale Musiker auf große Werbekunden fokussiert. Mc Donalds, Tipp 3 oder Manner, für deren neueste Kampagne er eine eigene Single produziert hat, die als Jingle im Fernsehspot zu hören sein wird, stehen ebenso auf Macheks Agenda wie Musikproduktionen. "Es ist beeindruckend, mit Spuren zu arbeiten, auf denen Mary J. Blige singt und Missy Elliott rappt, wie ich es für ein Projekt von US-Rapper Babyface getan habe", so Machek-Tomasch. "Der Ritterschlag war natürlich die Arbeit an einem Remix von Lady Gagas Hit Alejandro. Wenn auf jemanden, der nicht in diesen Kreisen verkehrt, zurückgegriffen wird, weil Qualität gebraucht wird – das macht sich natürlich gut in der Creditlist. Jemand, der klein ausschaut, wird plötzlich ernst genommen." Diese Kundenliste richtet sich an Werbeagenturen, die Machek als sein Hauptklientel ansieht. "Mir macht das Arbeiten mit Werbekunden Spaß, weil es so schön punktuell ist. Da wird nicht fünf Monate wie an einem Musikalbum herumgefeilt, sondern in ein paar Tagen wird das Produkt abgeliefert."

Eigene Albumproduktionen

Gerade dieses Feilen an einem Lied ist hingegen Dörflers Passion. "Ich mache nur Musikproduktionen", so der Musiker und Produzent, der neben Arbeiten für Stars wie Thomas D., Vanilla Ice oder Willi Resetarits auch seine eigenen Musikprojekte in seinem "Tripbox"-Studio produziert. Auch Machek arbeitet derzeit auf Hochtouren in eigener Sache: "Das Debütalbum meiner Band Kahlenberg steht vor der Veröffentlichung. Es wird 11 Tracks beinhalten und wahrscheinlich `Polizeiruf 144´heißen", verrät der gebürtige Hernalser. Wer weiß, vielleicht wird die Singleauskoppelung "Mozart" ebenso ein Welterfolg wie `Alejandro´ – immerhin weiß niemand besser als Machek-Tomasch, wie ein Hit auf Schiene gebracht wird.

Infos und bisherige Produktionen unter: www.wunderbros.com und www.tripbox.com

Autor:

Maria-Theresia Klenner aus Hietzing

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