14.06.2018, 14:07 Uhr

Althanquartier: Siegerprojekt ist 58 Meter hoch

Das Projekt soll sich in die bestehenden Viertel eingliedern. Der höchste Punkt ist mit 58 Metern bemessen. (Foto: 6B47/ZOOMVP)

Gute Nachrichten für alle, die einen Wohnturm im Althanquartier erwartet haben: Hochhäuser mit 126 Metern wird es nicht geben. Das Siegerprojekt soll sich viel mehr in das Gründerzeitviertel einfügen.

ALSERGRUND. Der Architekturwettbewerb zum Althanquartier ist beendet. Die Ergebnisse und das Siegerprojekt wurden nun im Zuge einer Pressekonferenz vorgestellt. Entwarnung gibt es für alle, die einen 126 Meter hohen Turm erwartet haben. Das Siegerprojekt des Architektenbüros "Artec" wird an der höchsten Stelle 58 Meter hoch und soll sich in das Gründerzeitviertel einfügen. „Wir arbeiten nicht nur im eigenen Sinne. Wir arbeiten auch für die Bevölkerung des Alsergrunds“, betont 6B47 Vorstandsvorsitzender Peter Ulm. Der Lichteinfall soll durch die schräge Ausführung auch für die Gründerzeithäuser in der Nordbergstraße gewährleistet sein.

30 Projekte wurden eingereicht, wobei es nur acht in die engere Auswahl geschafft haben. „Es gab auch Projekte die den Rahmen von 126 zur Gänze genutzt haben“, sagt Jury-Vorsitzender Florian Riegler. Wobei es hier in den vergangenen Monaten einige Missverständnisse gegeben haben soll. "Die Maximale von 126 Metern war weniger eine Vorgabe, als ein ‚Kann-Faktor‘. Es galt zu prüfen ob es umsetzbare Projekte mit dieser Höhe geben kann“, so der Wiener Planungsdirektor Thomas Madreiter.

Siegerprojekt einstimmig gewählt

Das Siegerprojekt des Architektenbüros "Artec" erhielt von der Jury großen Zuspruch. Immerhin wurde es 11:0, also einstimmig, zum Sieger gekürt. Unter anderem wegen der Höhe. Auch zur Freude der designierten Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ). "Jetzt gilt es Dinge wie leistbaren Wohnraum und soziale Infrastruktur, wie etwa Kindergärten, vertraglich zu sichern", so Ahmad. Danach könne man rasch gemeinsam auf eine Flächenwidmung hinarbeiten.

Einen Termin für den Baustart gibt es noch nicht. Zu viele Schritte würden dazwischen liegen. „Wir wollen natürlich so früh wie möglich beginnen“, sagt Peter Ulm. Im Durchschnitt braucht es ein Jahr für eine Flächenwidmung, „aber auch ich möchte kein genaues Datum nennen“, sagt Planungsdirektor Madreiter.

Für die Öffentlichkeit wurde eine Ausstellung neben dem Dialogbüro in der Althanstraße 4 eingerichtet. Diese ist ab heute 18 Uhr zu besichtigen. Bis 14. Juli gibt es die Möglichkeit alle 30 Siegerprojekte anzusehen. Geöffnet ist Donnerstag und Freitag von 14 bis 19 Uhr. Samstag 10 bis 16 Uhr.
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