20. Bezirk
Verdacht auf schwere Kindesmisshandlung – Eltern festgenommen

Ein Vater und eine Mutter wurden am 10. Dezember in der Brigittenau festgenommen. Sie werden verdächtigt, ihren Säugling scher misshandelt zu haben. (Symbolfoto) | Foto: Bernhard Knaus
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  • Ein Vater und eine Mutter wurden am 10. Dezember in der Brigittenau festgenommen. Sie werden verdächtigt, ihren Säugling scher misshandelt zu haben. (Symbolfoto)
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Am 10. Dezember wurden die Eltern eines Säuglings festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien ermittelt wegen versuchten Mordes. Der Säugling liegt mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus, dessen Zustand ist kritisch. 

Aktualisiert am Sa., 11. Jänner, 16.50 Uhr.

WIEN/BRIGITTENAU. Am Freitag, 10. Jänner, sind ein Vater und eine Mutter im 20. Bezirk festgenommen worden. Der Grund: Der 26-Jährige und die 22-Jährige stehen im Verdacht, ihren Säugling schwer misshandelt zu haben. Schon am 20. Dezember 2024 starteten die Ermittlungen gegen die Eltern. Der damals zwei Monate alte Säugling war von den Eltern in kritischem Zustand mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Säugling befindet sich, nach aktuellem Erkenntnisstand, weiterhin in einem kritischen Zustand. 

Die Gruppe Gradinger des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Zentrum Ost, ermittelt seit Dezember des Vorjahres gegen die Eltern. Denn diese sollen im Krankenhaus widersprüchliche Aussagen zur Ursache der Verletzungen gemacht haben, weshalb die Polizei hinzugezogen wurde. 

Die Polizei wurde informiert, nachdem die Eltern im Krankenhaus widersprüchliche Aussagegen gemacht haben. (Symbolfoto) | Foto: BRS
  • Die Polizei wurde informiert, nachdem die Eltern im Krankenhaus widersprüchliche Aussagegen gemacht haben. (Symbolfoto)
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In den ersten Vernehmungen gaben die Eltern an, dass die fünfjährige Schwester über den Säugling gestürzt wäre, wodurch die Verletzungen entstanden sein sollen. Weitere medizinische Untersuchungen ergaben jedoch, dass auch ältere Verletzungen nachweisbar waren. Auch die Schwere der Verletzungen seien nicht mit dem behaupteten Sturz erklärbar gewesen, so die Polizei. Laut dieser wurden unter anderem zeitlich weiter zurückliegende Rippenfrakturen festgestellt.

Angeblicher Sturz auf den Säugling

Aufgrund dieser Ermittlungserkenntnisse ordnete die Staatsanwaltschaft Wien die Festnahme der Eltern an. Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts des Mordversuchs geführt, wie Polizeisprecher Philipp Haßlinger bestätigte. Die mittlerweile involvierte Kinder- und Jugendhilfe übernahm in der Zwischenzeit die Obhut über die drei weiteren Kinder des Paares.

Eine Vernehmung des 26-jährigen Vaters war laut Polizei bis zur Einlieferung in die Justizanstalt nicht möglich. Die 22-jährige Mutter soll gegenüber der Kriminalpolizei weiterhin einen angeblichen Sturz der Schwester auf den Säugling als Grund der Verletzungen genannt haben. Auch sie wurde im Anschluss in eine Justizanstalt gebracht. Weitere Ermittlungen, insbesondere ob auch gegen die anderen Kinder Gewalt ausgeübt wurde, dauern an.

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