Greiseneckergasse und Co.
Schulvorplätze rücken in den Fokus der Brigittenauer Politik
- Die Wohnstraße in der Greiseneckergasse. Grüne und Links wünschen sich mehr Platz für die dortige Schule.
- Foto: Michael Marbacher/MeinBezirk
- hochgeladen von Michael Marbacher
Vor einigen Schulen drängen sich die Eltern dicht aneinander. In der Greiseneckergasse herrscht laut einigen Parteien Platzmangel. Der Bezirk möchte sich diesem Thema künftig widmen.
WIEN/BRIGITTENAU. Der Platz im öffentlichen Raum ist rar, vor allem in einem so dicht besiedelten Bezirk wie der Brigittenau. Vor einigen Schulen im Bezirk ist dieser deshalb besonders kostbar. Direkt vor der Schule in der Greiseneckergasse haben die Schülerinnen und Schüler nicht gerade viele Möglichkeiten, nach Unterrichtsschluss noch zusammen Zeit zu verbringen.
Auf der rechten und linken Seite der Wohnstraße befinden sich vor der Volks- und Mittelschule Parkplätze. Direkt vor dem Eingang bleibt lediglich ein etwa zwei Meter breiter Gehsteig, der als Schulvorplatz dient. "Zu wenig", meinen etwa die Grünen und Links. Letztere haben in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung einen Antrag eingereicht, um zu überprüfen, ob der Abschnitt vor der Schule autofrei gemacht werden könnte.
"Optimal ist es nicht"
Aktuell trennt ein Metallgitter den Gehsteig von der Fahrbahn. In den Augen von Links stellt dieses ein feuerpolizeiliches Risiko dar. Außerdem sollen sich Eltern, die ihre Kinder abholen, regelmäßig auf dem Gehsteig drängen. Der Antrag pocht darauf, Parkplätze vor den Schulen zugunsten eines größeren Vorplatzes zu entfernen.
- Der Schulvorplatz in der Greiseneckergasse ist etwa zwei Meter breit.
- Foto: Michael Marbacher/MeinBezirk
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Auch Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm (SPÖ) meldete sich während der Sitzung zum Vorplatz zu Wort. Die Situation sei innerhalb des Bezirks schon lange ein Thema. Bereits vor dem Antrag habe man Gespräche mit den Direktoren der beiden Schulen und Elternvertreterinnen und -vertretern geführt. Das Gitter vor der Schule sei etwa ein Wunsch der Eltern gewesen.
Eine autofreie Schulstraße habe man sich in der Vergangenheit allerdings nicht gewünscht, da man dafür die Straße sperren müsste. "Aber ich gebe ihnen recht: Die Situation ist nicht optimal", so Dubravac-Widholm weiter. Der Antrag wurde letztlich mit den Stimmen aller Parteien zur weiteren Diskussion an die Bezirksentwicklungskommission weitergeleitet.
Vorplätze werden geprüft
Auch die Dietmayrgasse sorgt in der Bezirkspolitik regelmäßig für Diskussionen: Die Grünen und Links waren in der Bezirksvertretungssitzung im Dezember 2025 für eine Umgestaltung des Vorplatzes der dortigen Mittelschule. Der Wunsch war hier ebenfalls, Parkplätze vor der Schule zu entfernen. Der Antrag hatte allerdings keinen Erfolg und wurde von den anderen Parteien abgelehnt.
Die Verkehrsführung in dem Grätzl sei einer Umgestaltung im Weg gestanden. Bezirksrätin Daniela Zechner (SPÖ) meinte in der damaligen Sitzung, dass sich die Anrainerinnen und Anrainer in der Vergangenheit die Parkflächen auf beiden Seiten der Straße gewünscht hätten.
- Das Gitter sei ein Wunsch der Elternvertretung gewesen.
- Foto: Michael Marbacher/MeinBezirk
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Auch die Dietmayrgasse soll noch einmal ins Visier der Bezirkspolitik genommen werden: In der kommenden Sitzung der Bezirksentwicklungskommission sollen auf Wunsch der Bezirksvorsteherin nun alle Schulvorplätze im Bezirk genauer betrachtet werden. Dabei soll überprüft werden, welche Vorplätze Umbauten benötigen, wo man anpacken kann und was das Budget hergibt.
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