"Kilengi"
Zahlreiche Schätze Afrikas verstecken sich mitten in Döbling
- Mitten in Döbling verbergen sich zahlreiche afrikanische Schätze.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Mit der Galerie "Kilengi" hat Döbling eine seltene Sammlung afrikanischer Kunst. Diese kann dabei nicht nur bestaunt, sondern auch erworben werden.
WIEN/DÖBLING. Wer durch die ruhige Leidesdorfgasse spaziert, ahnt kaum, dass sich hinter den Toren der Hausnummer 9 ein Portal in eine vollkommen andere Welt befindet. Hier betreibt Alexander Schwaighofer die Galerie "Kilengi". Was im Jahr 2016 aus einer privaten Leidenschaft für traditionelle afrikanische Kunst entstand, hat sich längst zu einem echten Geheimtipp für alle Fans der afrikanischen Geschichte entwickelt.
Mit "Kilengi" hat er dabei auch die wohl einzige Galerie dieser Art in ganz Österreich geschaffen – zumindest in Wien ist kein vergleichbares Projekt bekannt. Schwaighofer versteht seine Räumlichkeiten als frei zugänglichen Kulturraum: Die seltenen, ausgestellten Meisterwerke der Schnitzkunst können hier von Kunstliebhabern erworben werden.
Ein jeder ist willkommen
Es sind jedoch nicht nur Käufer willkommen: "Natürlich kann man auch einfach so vorbeischauen und die Kunstwerke bewundern", erklärt er. Aktuell könnte sich ein solcher Besuch übrigens besonders lohnen. Die erste große Themenausstellung der Galerie, die sich rundum der "Kunst der Baule" widmet, wurde bis zum 1. August verlängert.
- Alexander Schwaighofer in seiner Ausstellung.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Das Volk der Baule zählt gut zwei Millionen Menschen und ist im Zentrum der westafrikanischen Elfenbeinküste beheimatet. Ihre Kunst fasziniert dabei durch eine außergewöhnliche Eleganz, Symmetrie und feine Schmuckformen. Schon vor über einem Jahrhundert ließen sich Künstler wie Pablo Picasso oder Henri Matisse von dieser Ästhetik inspirieren.
30 spezielle Stücke
Insgesamt zeigt die Ausstellung 30 ausgewählte Objekte, von denen 26 Stücke zum ersten Mal öffentlich zu sehen sind, erklärt der Kurator. Neben rituellen Masken und Figuren umfasst die Schau auch geschnitzte Alltags- und Ziergegenstände wie Kämme, Musikinstrumente, Stühle und Löffel.
Doch hinter der makellosen Oberfläche verbirgt sich ein tiefes spirituelles Innenleben, das im animistischen Glauben wurzelt. So dienen die bekannten Holzfiguren als materielles Zuhause für spirituelle Partner aus einer Parallelwelt. Andere Skulpturen weisen eine so vollendete Schönheit auf, dass sie unberechenbare Buschgeister anziehen, betören und dadurch zähmen sollen, erklärt der begeisterte Afrikafan.
- Die aktuelle Schau ist noch bis in den August zu sehen.
- Foto: Fabian Franz/MeinBezirk
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Wer diese Vielfalt selbst erleben möchte, hat im Juli bei den Abendöffnungen am 23. und am 28. Juli von 18.30 bis 20.30 Uhr sowie während der regulären Öffnungszeiten am Freitag (14 bis 17 Uhr) und Samstag (10 bis 12 Uhr) die Gelegenheit dazu. Zusätzlich können unter 0680/115 19 82 auch individuelle Termine vereinbart werden.
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