Das Juwel am Leopoldsberg

Die seltene Stahldolde ist am Südhang des Döblinger Leopoldsberges beheimatet.
  • Die seltene Stahldolde ist am Südhang des Döblinger Leopoldsberges beheimatet.
  • Foto: WWF/Egger
  • hochgeladen von Thomas Netopilik

Mit ehrgeizigen Zielen zum Schutz gefährdeter Pflanzen, Wälder und Tiere soll dem globalen Artensterben bis zum Jahr 2020 ein Riegel vorgeschoben werden.

Darauf einigte sich die UNO im Oktober auf der Artenschutzkonferenz in Nagoya/Japan. So soll der Erhalt der genetischen Ressourcen unter anderem dadurch gesichert werden, dass man mehr Schutzgebiete zu Wasser und zu Land ausweist. Doch man braucht gar nicht so weit zu blicken. Auch Österreich ist reich an herausragenden Naturschätzen mit hoher Biodiversität. Um deren Erhalt sich das Land teilweise noch viel zu wenig kümmert, sagt der WWF. Als Beispiele nennt er die March-Thaya-Auen vor den Toren Wiens, oder die letzten noch nicht energiewirtschaftlich genutzten Wildflüsse- und Bäche der Alpen.

Wertvollstes Ökosystem
An erster Stelle in der persönlichen Wahrnehmung der Österreicher steht der Wald aber als Erholungsraum. „Hier sind die Bezirksbewohner des 19ten natürlich klar im Vorteil: Wer hat schon ein beliebtes Ausflugsziel wie den Leopoldsberg direkt vor der Haustüre?“, sagt WWF-Geschäftsführerin Hildegard Aichberger. Vermutlich weniger Besuchern bekannt ist die außerordentlich hohe Vegetationsvielfalt unseres nordöstlichsten Alpenausläufers. Die steilen Hänge dieser Randlage bringen insgesamt 18 unterschiedlichste Waldgesellschaften hervor. So gedeiht am lichten Sonnhang ein Flaumeichenwald, am steilen Hang zur Donau hin ein Sommerlindenwald, und am Nordhang ein Buchenwald.

Naturjuwel Leopoldsberg
Der nach Südosten verlaufende steile Rücken, die „Nase“ des Leopoldsberges, trägt den von der Stadt Wien erhaltenen beliebten Spazierweg gleichen Namens. „Hier präsentiert sich der Berg als naturkundliches Kleinod der Sonderklasse: Bizarr geformte Flaumeichen stehen im offenen Buschwald; dazwischen bringen Trockenrasenflecken seltene Pflanzenarten wie die krautartige Erd-Segge hervor“, so Aichberger. Der orange-gelbe Schwert-Alant und der dreilappige Rosskümmel sind häufig anzutreffen. Die wohl schönste Blume des Leopoldsberges ist jedoch der üppig rosa blühende Diptam. Die stark gefährdete Art ist in der Nähe des Nasenweges schon seltener geworden, versteckt sich aber noch an unzugänglicheren Stellen. „Nur was man kennt, kann man, und was man liebt, will man auch schützen. Dieses Motto könnte auch für einen Streifzug auf Schusters Rappen gelten. Zum Beispiel auf den herbstlichen Leopoldsberg“, erklärt die WWF-Geschäftsführerin.

Autor:

Thomas Netopilik aus Alsergrund

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