16.10.2017, 09:15 Uhr

Ein Gemeindebau für Rudolf Sarközi

Enthüllten die Tafel: Barbara Novak (SPÖ), Michael Ludwig, Adolf Tiller, Helga Sarközi und Sohn Andreas Sarközi. (v.l.). (Foto: Jobst/PID)

Der Döblinger Vorkämpfer für die Rechte der Roma und Sinti in Österreich wurde im Jahr nach seinem Tod geehrt.

DÖBLING. 52 Jahre lang hat Rudolf Sarközi im Gemeindebau in der Springsiedelgasse 32 gelebt. Nun, eineinhalb Jahr nach seinem Tod, heißt sein ehemaliger Wohnort Rudolf-Sarközi-Hof.

Wie sehr der Vertreter und Kämpfer für seine Volksgruppe, die Roma und Sinti, und Döblinger Bezirksrat für die SPÖ in Wien geschätzt wurde, zeigt sich auch an den Anwesenden bei der Enthüllung der Tafel: Sowohl Bezirksvorsteher Adolf Tiller (ÖVP) als auch die Stadträte Michael Ludwig (SPÖ) und Maria Vassilakou (Grüne) sowie viele weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt waren vor Ort. Auch Sarközis Witme Helga hat an der Zeremonie teilgenommen.

Sowohl Ludwig als auch Tiller betonten in ihren Reden den Einsatz und die Menschlichkeit, mit der Sarközi sich der Anerkennung der Roma und Sinti und auch anderer politischer Themen widmete. Er war federführend, als die Roma und Sinti 1993 als Volksgruppe in Österreich anerkannt wurden.

Rudolf Sarközi wurde im Konzentrationslager Lackenbach geboren und war Zeit seines Lebens ein Mahner gegen Faschismus und Intoleranz. Er starb im März 2016.
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