12.08.2016, 16:17 Uhr

Stadtentwicklungsgebiet Muthgasse: Vier neue Hochhäuser für das Grätzel

Das Gebiet südlich der Gunoldstraße - der höchste der Schaumstoffgebäude stellt den APA-Turm dar. (Foto: Stadt Wien)

Für das Stadtentwicklungsgebiet südlich der Gunoldstraße läuft gerade ein Architekturwettbewerb.

DÖBLING. Daran, das Gelände um die Muthgasse zu einem neuen, attraktiven Betriebs- und Wohngebiet zu machen, wird bereits seit längerem gearbeitet. Nördlich der Gunoldstraße sind die Planungen schon konkret: Auf die Fläche zwischen Bahnhof, Muthgasse und Gunoldstraße zieht das Modul. Bis zum Schuljahr 2018/2019 soll die Tourismusschule von der Peter-Jordan-Straße nach Heiligenstadt übersiedeln.

Dort soll sie dann auch mit der Modul University, die jetzt am Kahlenberg angesiedelt ist, vereint werden. Neben dem Modul wird dann laut Bezirksvorstehung noch eine andere Bildungseinrichtung auf das Grundstück übersiedeln. Wann es damit so weit ist, ist aber noch nicht klar.

APA-Turm muss weg

Aber auch südlich der Gunoldstraße geht etwas weiter: Das Gelände, das vom sogenannten APA-Turm dominiert wird, hat verschiedene Eigentümer. Sie haben sich zusammengetan und einen gemeinsamen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Vorgaben: Das Areal umfasst insgesamt 25.000 Quadratmeter. Statt des APA-Turms und der Betriebsflächen, die sich jetzt darauf befinden, sollen vier Hochhäuser mit 50 bis 82 Metern Höhe und ein weiteres Gebäude mit 35 Metern Höhe entstehen.

Genutzt werden sollen die Gebäude zu maximal 50 Prozent für Wohnungen. Dabei sollen auch ein Studentenwohnheim und Time-Share-Apartments (mehrere Eigentümer für eine Ferienwohnung) integriert werden. Die restlichen 50 Prozent der Fläche werden aufgeteilt auf ein Hotel und auf Büros für Start-Ups. Insgesamt sollen 111.000 Quadratmeter Wohn- und Büroflächen entstehen.

Von den Architekten gewünscht werden auch Vorschläge, wie die neuen Gebäude gut an den Bahnhof Heiligenstadt angebunden und darüber hinaus vom Lärm der umliegenden, stark befahrenen Straßen abgeschirmt werden können.

Die Bewerbungsphase des Wettbewerbs wurde im Sommer abgeschlossen – aktuell arbeiten 15 ausgewählte Teams an ihren Entwürfen. Danach folgt die zweite Stufe des Bewerbs. Der endgültige Sieger wird erst im März 2017 feststehen.

Mehr Öffis gefordert

Von Seiten des Bezirks wird die Entwicklung positiv aufgenommen: "Wir freuen uns, dass jetzt etwas weitergeht", sagt Hannes Trinkl (ÖVP). Er fordert allerdings eine Verbesserung der Verkehrsanbindung: "Wir sind nach wie vor für eine Verlängerung der U4."
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