Mühlgrundgasse
Neues Wohnbauprojekt setzt ein Zeichen für den Klimaschutz

Neue Wege in der Energiegewinnung geht man mit dem Wohnprojekt "Neues Leben" am Mühlgrundweg.
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  • Neue Wege in der Energiegewinnung geht man mit dem Wohnprojekt "Neues Leben" am Mühlgrundweg.
  • Foto: M2plus Immobilien GmbH
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Klimaschutz ist das große Thema unserer Zeit und macht auch vor dem Wohnbau in der Donaustadt nicht Halt.

DONAUSTADT. Die Wohnhausanlage "Neues Leben" in der Mühlgrundgasse geht dabei neue Wege in Sachen klimaschonendes Bauen. 155 Wohnungen und eine geförderte Arztpraxis wurden hier von der Genossenschaft „Neues Leben“ und der „M2plus Immobilien GmbH“ realisiert. Der Sommer wird immer heißer und eine wesentliche Anforderung für den Wohnbau ist es, ein angenehmes Raumklima zu schaffen und gleichzeitig mit effizienter Wärme- und Kälteversorgung den größtmöglichen Beitrag zur Erreichung des 2 Grad-Ziels zu leisten.

Statt auf den Anschluss an das Fernwärme- oder Gasnetz setzen die Entwickler auf ein Heiz- und Kühlsystem, das „Windüberschussstrom“ eines nahegelegenen Windparks als Energieträger nutzt. Unterstützt und begleitet wurde das Bauprojekt von Expertinnen und Experten des klimaaktiv Programms Erneuerbare Wärme.

Die Zukunft des Wohnbaus

Das Geheimnis, dass die Gebäude in der Mühlgrundgasse die gesamte Wärme- und Kälteversorgung aus erneuerbaren Energien bezieht, ist Energieflexibilität. Das bedeutet, dass sie ihren Verbrauch an die gerade verfügbare Energieproduktion aus beispielsweise Windkraft oder Solaranlagen anpassen und dadurch die Netze entlasten. So werden die insgesamt acht Bauten in der Mühlgrundgasse ausschließlich mit Vor-Ort-Umgebungswärme und Wärmepumpen beheizt und gekühlt.

Der dafür notwendige Strom wird aus dem Windpark eines Ökostromproduzenten in der Umgebung Wiens bezogen. Und zwar immer dann, wenn durch starken Wind besonders viel Strom produziert wird. Dieser „Überschussstrom“ wird mittels Wärmepumpen in Wärme umgewandelt. Die Speicherung erfolgt in den Wohngebäuden durch betonkernaktivierte Decken sowie über Erdsondenfelder. Dank dieses ausgeklügelten Energiekonzepts muss für den Betrieb des Heiz- und Kühlsystems nur rund ein Viertel an konventionell erzeugtem Strom bezogen werden, wenn beispielsweise im Windpark kein Strom generiert wird.

Bessere Nachbarschaft

Geheizt oder gekühlt werden die Wohnungen über die thermisch aktivierten Geschoßdecken, die die Wärme und Kälte über mehrere Tage speichern können. Neben dem Klimaschutzaspekt gibt es außerdem besondere Angebote für die Bewohner. Allen voran den groß angelegten Gemeinschaftsgarten. Dort wird mit den angrenzenden Nachbarn ein Garten entstehen, um gemeinsam Gemüse und Obst zu pflanzen. Auch gibt es einen Gemeinschaftsraum und eine Bibliothek, die nach den Wünschen der Bewohner gestaltet werden.

Autor:

Conny Sellner aus Donaustadt

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