Acht Glaubensgemeinschaften vereint
Seestadt bekommt einen "Campus der Religionen"

Der Siegerentwurf sieht einen zentralen, Platz und begrünte Dachgärten als Orte des Austauschs vor.
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  • Der Siegerentwurf sieht einen zentralen, Platz und begrünte Dachgärten als Orte des Austauschs vor.
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Ein Gebäudekomplex für acht Glaubensgemeinschaften: In der Seestadt Aspern soll mit dem Campus der Religionen ein ungewöhnlicher Ort der Begegnung entstehen - einen konkreten Termin für den Baubeginn gibt es allerdings noch nicht.

DONAUSTADT. Nördlich des Sees, in unmittelbarer U-Bahn-Nähe soll ein Campus der Religionen entstehen. Auf 10.000 Quadratmetern werden sich Sakralbauten der acht beteiligten Religionsgemeinschaften finden, die unter einem gemeinsamen Dach errichtet werden. Ein gemeinsam genutzter Platz bietet außerdem Raum für interreligiösen Austausch. Das Grundstück gehört der Stadt Wien und wird dem Verein "Campus der Religionen" überlassen.

Der Architekturbewerb für den Campus ist nun abgeschlossen, aus den 44 Einreichungen ist das Projekt des Architekturbüros Burtscher-Durig ZT GmbH in Wien siegreich hervorgegangen. Wann mit dem Bau begonnen werden kann, weiß Projektleiter Harald Gnilsen allerdings noch nicht: "Jetzt müssen weitere Planungen gemacht, Fragen der Finanzierung geklärt werden." Jede Religionsgemeinschaft muss für den Bau ihrer Einrichtung selbst aufkommen, das benötigte Geld muss nun zusammenkommen. "Aber mit dem Entwurf haben nun alle ein konkretes Bild im Kopf, mit dem sie die Idee vorantreiben können", ist Gnilsen zufrieden und ergänzt: "Das Projekt ist weltweit einzigartig und schon in der Planungsphase ist das Verständnis der Religionsgemeinschaften untereinander größer geworden."

Beteiligt sind die Österreichische Buddhistische Religionsgemeinschaft, die römisch-katholische Kirche, die evangelische Kirche A.B., die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich, die Neuapostolische Kirche Österreich, die Sikh Religionsgemeinschaft Österreich, die griechisch-orientalische Metropolis und die Israelitische Kultusgemeinde Wien.

Zu den Sakralbauten, die von den einzelnen Gemeinschaften errichtet werden, kommt außerdem mit der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems (KPH) noch eine Bildungseinrichtung dazu. 

Acht Religionsgemeinschaften und ein Platz des Austauschs

Die Bauten der Religionsgemeinschaften gruppieren sich im Siegerentwurf pavillonartig um einen städtischen Platz, der sanft ansteigt und durch Bäume und eine Pergola beschattet wird. Der Platz ist durch Freiflächen, Gassen, Sitzstufen, Wasserflächen, Zugängen und Gärten auf mehreren Ebenen organisiert.

Die religiösen Gebäude haben jeweils Dachgärten, die über in die Außenhaut eingearbeitete Rampen erreichbar und nutzbar sind. Einzelne Wände der Gebäude sind begrünt. Die Dachgärten der Religionsgebäude sind als Gärten des Rückzugs und der Besinnung gedacht. Eine Verbindung der verschiedenen Gärten untereinander ermöglicht auch ein Durchwandern der einzelnen Bereiche.

Die Pergola verbindet die einzelnen Sakralbauten mit der Bildungseinrichtung.
  • Die Pergola verbindet die einzelnen Sakralbauten mit der Bildungseinrichtung.
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2.500 Studierende ziehen in die Seestadt

Eine Pergola wird als gemeinsames Dach dem Platz und den begrünten Dachterrassen in der größten Hitze Schatten spenden. Diese mehrfach geknickte Pergola verbindet auch das Bildungsgebäude der KPH mit den Sakralbauten der Religionsgemeinschaften. Die KPH ist eine private Bildungseinrichtung zur Erstausbildung, Fort- und Weiterbildung von Lehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe. Sie wird in ökumenischer Trägerschaft von unterschiedlichen christlichen Kirchen geführt. Der derzeitige Standort in Strebersdorf wird zukünftig im Neubau in der Seestadt Platz finden und rund 2.500 Studierenden ein neues Lernumfeld bieten. 

Mehr Infos: Website des Campus der Religionen

Der Siegerentwurf sieht einen zentralen, Platz und begrünte Dachgärten als Orte des Austauschs vor.
Die Pergola verbindet die einzelnen Sakralbauten mit der Bildungseinrichtung.

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