Blues, Schweiß und Katzenhaare:
Warum die „Easy Riders“ mein eisernes Gesetz brachen
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Blues, Schweiß und Katzenhaare: Warum die „Easy Riders“ mein eisernes Gesetz brachen
Ein Geständnis des Veranstalters. Oder: Wie eine KI-Katze die Schüttaustraße eroberte.
Unter Wiener Grafikern gibt es ungeschriebene Gesetze. Mein persönliches, unumstößliches Dogma lautete über Jahrzehnte: Niemals. Ausnahmslos niemals kommen Katzenfotos auf ein Veranstaltungsplakat. Wir machen schließlich ehrlichen, erdigen Blues und Rock ’n’ Roll – und keine süßen Social-Media-Filmchen. Ich hätte eher meine analoge Dunkelkammer geflutet, als diesem viralen Haustier-Kult zu verfallen.
Und dann passierte das Unglück am Computer. Ein kleiner, nächtlicher Klick-Unfall mit der Künstlichen Intelligenz. Ein falscher Prompt, ein kreativer Kurzschluss.
Plötzlich starrte sie mich vom Bildschirm an: Eine Katze. Aber kein schnurrender Stubentiger, der nach Leckerlis bettelt. Das Ding war pure Anarchie. Eine Punkrock-Katze mit einer ramponierten Gitarre im Anschlag, die Pfoten fest im Griff des Rock ’n’ Roll, auf einer Bühne, die so tief vor Leidenschaft brannte, dass man den Schweiß und das geschmolzene Kolophonium förmlich riechen konnte. Sie sah aus, als hätte sie die Siebziger im Backstage-Bereich überlebt und würde Keith Richards zum Frühstück fressen.
Ich sah das Bild. Ich sah mein eisernes Gelübde. Und ich wusste: Ich bin schwach geworden.
Denn genau dieses Gefühl – diese kompromisslose, brennende Leidenschaft – ist es, was uns am Freitag, den 5. Juni 2026, im Werkl im Goethehof erwartet. Da nützt alles Jammern nichts, die Katze muss auf das Plakat. Wenn die „Easy Riders Vienna“ die Bühne in Kaisermühlen entern, wird nicht geschnurrt, sondern gerockt. Die Band bringt den Blues und den klassischen Rock ’n’ Roll so schmutzig, laut und ehrlich über die Donau, dass selbst der härteste Musikkritiker weiche Knie (oder eben spitze Ohren) bekommt.
Wer also miterleben will, wie ein Grafiker seine Prinzipien über Bord wirft und eine Band die Schüttaustraße zum Beben bringt, sollte sich das nicht entgehen lassen.
• Wann: Freitag, 5. Juni 2026
• Beginn: 19:00 Uhr
• Wo: Kulturverein „Werkl“, Schüttaustraße (Goethehof), Kaisermühlen
Kommen Sie vorbei. Und bitte... sprechen Sie mich nicht auf die Katze an.
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