Hakenkreuz in der Rechten Nordbahngasse wurde endlich entfernt

Helga Nietsch auf der verschandelten Parkbank
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FLORIDSDORF. Ein Hakenkreuz verunstaltete die einzige Holzbank in der Busstation in der Rechten Nordbahngasse. "Auf Nachfrage bei verschiedenen Stellen wurde mir gesagt, ich soll das Hakenkreuz selber wegkratzen, wenn es mich stört", so die verärgerte Floridsdorferin Helga Nietsch.
52 Angehörige der Familie des Ehemannes verloren im Zuge des Zweiten Weltkriegs ihr Leben. Umso schlimmer findet Nietsch es, dass das geschichtsträchtige Symbol jahrelang vorhanden war.

"Nicht tolerierbar"

Helga Nietsch fährt fast täglich die Strecke des 33A ab, am Hakenkreuz hatte sich allerdings nur die Farbe geändert. Einfaches Abwaschen reichte bei diesem Schandfleck nicht, denn das Hakenkreuz wurde eingebrannt.
Verschiedene Stellen fühlten sich für die Entfernung des rechtsradikalen Symbols auf Anfrage der Floridsdorferin nicht zuständig.
Das geschichtsträchtige Zeichen findet bei gewissen Gruppen Anklang. So aber nicht bei Helga Nietsch und Bezirksvorsteher Georg Papai. Dieser meint dazu: "Diese Information höre ich zum ersten Mal. Ein Hakenkreuz ist nicht tolerierbar." Sobald solche Meldungen beim Bezirksamt oder beim Bürgerdienst einträfen, würde es sofort bei den Spezialdienststellen gemeldet und binnen fünf Tagen entfernt werden.
Die Wiener Linien reagierten auf Anfrage der bz prompt und entfernten das Hakenkreuz. Helga Nietsch ist erleichtert: "Endlich muss ich dieses schreckliche Symbol nicht mehr sehen."

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