Winzer fürchten um ihre Existenz

Die Floridsdorfer Winzer Rainer Christ (li.) und Fritz Wieninger sehen den Weinbau in Gefahr.
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  • hochgeladen von Thomas Netopilik

Der Ausverkauf von Grundstücken an Investoren stellt die Weinbauern vor große Probleme. Durch die hohen Grundstückspreise gehen wichtige Anbauflächen verloren, die den Fortbestand des Weinbaues gefährden.

Das Problem begann vor einigen Jahren, als immer mehr ländliche Anwesen ihre Besitzer wechselten und die Weingärten nicht mehr weitergeführt wurden. „Die Weitergabe von Anbauflächen an Berufskollegen ist leider nicht mehr lukrativ. Bei Preisen bis zu 3.000 Euro pro Quadratmeter können wir unmöglich mithalten“, erklärt Fritz Wieninger vom Weingut Wieninger in Stammersdorf.
Sein Berufskollege Rainer Christ (Weingut Christ, Jedlersdorf) sieht diese Problematik genauso. „Wenn das so weitergeht, dann werden in den nächsten Jahrzehnten sehr viele Weinflächen verschwinden. Das wäre der Tod für unsere Branche“, so Christ.

Gemeinsam mit den Kollegen aus Döbling und Liesing suchen Wieninger und Christ nun nach Auswegen aus der Misere. „Wir wollen, dass jeder Quadratmeter, der heute in Wien Weingarten ist, zu 100 Prozent eine Anbaufläche bleiben muss. Es darf keine Rodung oder Nutzung als Ziergarten geben“, sagt Wieninger.
„Bei Rodung von alten und unproduktiven Reben muss innerhalb von drei Jahren wieder ein neuer Weinberg ausgepflanzt werden.“

Weinbaugesetz einhalten
Als zweiten Lösungsvorschlag haben die beiden Winzer vorgesehen, dass alle Laut Weinbaugesetz vorhandenen Flächen verpflichtend mit Reben ausgepflanzt werden müssen. „Diese Stellen sind im Weinbaugesetz eingetragen und sollten auch weiter bepflanzt werden“, sagt Christ. Zur endgültigen Abwendung des von den Weinbauern beschriebenen Horror-Szenarios soll auch eine eigens eingesetzte Kommission beitragen. „Diese soll bestimmen, welche Grundstücks- und Pachtpreise noch wirtschaftlich verträglich sind. Bei einem zu hohen Preis soll von den Verkäufern eine Art ‚Liebhaberei-Abgabe‘ eingefordert werden“, sagt Wieninger.

Rechtliche Überprüfung
Nach einer rechtlichen Überprüfung der Vorschläge sollen die Überlegungen mit den zuständigen Gremien überbracht werden. „Wir erhoffen uns schon, dass unsere Bedenken gehört und dementsprechend darauf reagiert wird“, so die beiden Floridsdorfer unisono.

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