VCÖ-Studie
146 Zughalte in Gänserndorf pro Tag

- Gänserndorf liegt bei den Zughalten im oberen Mittelfeld.
- Foto: privat
- hochgeladen von Ulrike Potmesil
Bei der Erreichbarkeit von Niederösterreichs regionalen Zentren mit der Bahn gibt es sehr große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Studie zeigt. Gänserndorf liegt dabei im oberen Mittelfeld.
GÄNSERNDORF. Wiener Neustadt ist vor Baden und Mödling Österreichs am besten mit der Bahn erreichbares regionales Zentrum. Gänserndorf liegt mit 146 Zughalte pro Werktag und 15 Buslinien pro Tag im oberen Mittelfeld. Zwettl und Waidhofen/Thaya wiederum zählen zu den zwölf regionalen Zentren, wo es keine Bahn gibt. Mit Linienbussen sind alle regionalen Zentren erreichbar, in jedem zweiten gibt es ein Mikro-ÖV Angebot.
"Die Bevölkerung in den Regionen hat das Recht auf ein gutes, öffentlich zugängliches Mobilitätsangebot. Damit können sowohl die Mobilitätskosten für die Haushalte, als auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen deutlich reduziert werden. Statt Abhängigkeit vom Auto braucht es auch in den Regionen mehr Freiheit in der Verkehrsmittelwahl",
betont VCÖ-Expertin Lina Mosshammer. Wesentlich dafür ist auch, dass Gemeinden mit ihrer Siedlungsentwicklung Ortskerne und Nahversorgung stärken und die Zersiedelung stoppen.
Radinfrastruktur als Bindeglied
Neben dem Öffentlichen Verkehr ist für eine bessere Mobilität in den Regionen auch eine gute Rad-Infrastruktur wichtig. Denn auch in den Regionen sind viele Alltagswege kurz: Jede dritte Strecke ist kürzer als zweieinhalb Kilometer, die Hälfe kürzer als fünf Kilometer. "
Fehlt eine sichere Rad-Infrastruktur werden auch kurze Strecken meist mit dem Auto gefahren, vor allem dann, wenn die einzige Verbindung zum Ziel eine Freilandstraße ist. Baulich getrennte Radwege schaffen die Voraussetzung, dass auch am Land mehr kürzere Strecken mit dem Rad gefahren werden",
weist VCÖ-Expertin Lina Mosshammer auf die Wichtigkeit einer Rad-Infrastruktur-Offensive in den Regionen hin. Elektrofahrräder, deren Anzahl in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist, ermöglichen es zudem mehr Menschen, Steigungen oder Strecken bis zehn oder fünfzehn Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen.
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