Baumschneidearbeiten enden für Eichhörnchenwurf tödlich: Nur ein Baby überlebt

EGS Tierpfleger ziehen „Belli“ mit der Flasche auf

HARINGSEE. Ein Baby ist der einzige Überlebende eines Eichhörnchen-Wurfs, der Opfer von Baumschneidearbeiten in einem Garten im niederösterreichischen Grub an der March wurde. Zwei Geschwisterchen waren leider sofort tot. Von der Mutter fehlt jede Spur. Die Gartenbesitzer hatten das Nest aufgrund der dichten Astverwachsungen nicht gesehen. Sie hörten das überlebende Baby laut schreien, bargen es und brachten es in die von VIER PFOTEN geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS), wo es derzeit gepflegt wird.

„Das kleine Eichhörnchen ist ein Mädchen und ca. fünf Wochen alt“, berichtet VIER PFOTEN Expertin Brigitte Kopetzky. „In diesem Alter werden Jungtiere noch ausschließlich von der Mutter ernährt. Diese Milchnahrung bekommt die Kleine jetzt von den EGS Tierpflegern mit dem Fläschchen.“ Da die Schneidezähne schon durchgebrochen sind, wird sie aber in den nächsten Wochen sicher damit beginnen, auch feste Nahrung auszuprobieren. Das EGS Team hat der Kleinen übrigens den Namen „Belli“ gegeben. Sie wird, sobald sie sich selbst versorgen kann, wieder in die Natur entlassen.

Eichhörnchen können schon sehr früh im Jahr Junge haben. „Deshalb sollte man gerade jetzt bei Baumschneidearbeiten besonders vorsichtig sein und Bäume vor dem Schnitt genau auf eventuell vorhandene Nester kontrollieren“, empfiehlt Kopetzky.

Eichhörnchen bauen sogenannte Kobel. Dieses kugelförmige Nest wird aus Zweigen und Rinde in einer Astgabel oder in der Nähe des Hauptstammes gebaut. Im Inneren wird es von der Eichhörnchenmutter mit Gras, Moos, Federn und anderem weichen Material ausgepolstert. Aus Sicherheitsgründen hat der Kobel immer zwei Ausgänge. Außerdem bauen Eichhörnchen mindestens einen Ersatzkobel, in den sie ihre Jungen bei Gefahr übersiedeln können.

Autor:

Marina Kraft aus Mistelbach

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