Gemeinden müssen sparen
- Ein kostspieliges Projekt ist der Kindergarten.
- Foto: Gemeinde Hohenau
- hochgeladen von Raimund Mold
BEZIRK. Die Budgetkrise im Bund bringt auch die Gemeinden unter Druck. Das sieht auch Alexander Gary, Ortschef von Schönkirchen-Reyersdorf: "Die angespannte Situation zehrt an unseren Rücklagen. Die eingeschränkten Bedarfszuweisungen vom Bund sorgen für ein Minus." Das wirke sich besonders bei finanzschwachen Gemeinden aus. Die Abgaben für Sozialhilfe und Gesundheitswesen sorgen für ein Loch im Budget. "Aktuell müssen noch keine Projekte verschoben werden, auch stehen keine Abgabenerhöhungen auf dem Plan" ergänzt Gary.
Immensen Spardruck verspürt Wolfgang Gaida, Bürgermeister von Hohenau, weil die Belastungen, die für die Gemeinden vorgegeben sind, z.B. für Sozialhilfe und Gesundheitsbeiträge, wesentlich höher steigen als die Einnahmen. "Nur einzelne Gemeinden können durch Kommunalsteuer oder Windräder das kompensieren", ist Gaida überzeugt. In Hohenau werden derzeit nur die notwendigsten Projekte durchgezogen. "Am teuersten kommt uns der Kindergarten mit Personal und Kinderbetreuung", erklärt er. Kritik übt er an der Landarbeiterkammerwahl, deren Abwicklung komplett, also auch kostenmäßig, die Gemeinden übernehmen müssen und mussten.
Sehr hohen Spardruck konstatiert auch Stadtchef Armin Türk aus Marchegg. "Wir stellen nicht dringende Investitionen zurück. Der bevorstehende Jahresabschluss wird trotz allem positiv ausfallen", berichtet er. Am teuersten in Marchegg sind, so Türk, die Tilgungen und Zinsen von Krediten und Anleihen. Eine große Belastung ist jedenfalls die Erhaltung des neu renovierten Schlosses.
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