19.05.2017, 16:19 Uhr

Am Beifahrersitz der Autobahnpolizei

GÄNSERNDORF/NÖ. Irgendwo in Niederösterreich. Auf einer Brücke steht ein VW-Bus. Und von der Brücke aus beobachten vier Kameras das Geschehen auf der Autobahn, die direkt unterhalb verläuft. Einsatz für die Zivilstreife der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Sie sind hier Dränglern und Rasern auf der Spur.
Auf Monitoren im VW Bus leuchtet es grün und rot. "Rot markierte Autos sind zu schnell oder halten den Sicherheitsabstand nicht ein. Der Computer speichert die Sünder automatisch", erklärt Bezirksinspektor Peter Svehla, der heute mit seinem Kollegen Gottfried Völker Dienst hat. Die beiden müssen alle vom Computer gesichteten Vergehen prüfen und bestätigen. Erst dann wird Anzeige erstattet.
Aber wie viel Abstand muss man denn nun halten? "Mindestens 0,8 Sekunden zum vorderen Fahrzeug, weniger ist strafbar. Bei weniger als 0,3 Sekunden ist es auch ein Vormerkdelikt, bei 0,2 ist der Führerschein weg", sagt Svehla. Rund 11.500 Drängler erwischt die Truppe mit ihren zwei Einsatzfahrzeugen pro Jahr in Niederösterreich. Dabei wäre es gar nicht so schwer, den richtigen Abstand zu halten. "Zwei Sekunden werden empfohlen. Bei 130 km/h wären dies mindestens 36 Meter. Viele Fahrer sind knapper dran als sie glauben."

A 5 als Rennstrecke
Rund um die Uhr sind mindestens vier Beamte der Autobahnpolizei Großkrut in Uniform und mindestens zwei Beamte in Zivil unterwegs. "Die Disziplin der Autolenker auf der A 5 ist im Prinzip gegeben. Aber immer wieder stellen wir fest, dass von einigen Lenkern die sehr gut ausgebaute A 5 als Rennstrecke verwendet wird. Der Schnellste wurde mit 237 km/h gemessen", erzählt Chefinspektor Josef Hörmann.

Sind Sie der Meinung, ein guter Autofahrer zu sein? Dann machen Sie den Bezirksblätter-Führerscheintest.
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