25.11.2016, 13:57 Uhr

Orth: Medizin für den Wirtschaftsstandort Österreich

Die Teilnehmer am Wirtschafts-Expertentalk in Orth: (Foto: Welldone Werbeagentur GmbH/APA-Fotoservice/Rastegar)

Expertendiskussion im Biotech Campus Pfizer/Shire in Orth

ORTH. Ganz im Zeichen der jüngst präsentierten „Zukunftsstrategie Life Sciences und Pharmastandort Österreich“ von Staatssekretär Harald Mahrer stand am 24. November die Veranstaltung: "Medizin für den Wirtschaftsstandort Österreich," zu dem die American Chamber of Commerce, Pfizer Austria und Shire Österreich in den Biotech Campus Pfizer/Shire in Orth an der Donau (NÖ) luden. Im Fokus des Expertentalks stand der Wirtschaftsstandort Österreich im Wandel der Zeit und mit Blick auf die Zukunft.
Die Studie „Deloitte.Radar 2016“ ergab für das Jahr 2015 eine im Vergleich zum Vorjahr gesunkene wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die Studie identifizierte dabei 7 kritische Standortfaktoren. Besonders im Bereich der Kosten sieht sie dringenden Handelsbedarf – sowohl bei der Steuer- und Abgabenlast als auch hinsichtlich der Lenkungseffekte der heimischen Fiskalpolitik. Standortvorteile sieht die Studie in den Bereichen „Unternehmensinfrastruktur und Umfeld“ sowie „Innovation, Forschung & Technologie“.

Kompetenzzentrum Orth

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Mitgliedsfirmen hier in Orth ein internationales Kompetenz-Center betreiben und damit tausende Arbeitsplätze in Österreich sichern. Allerdings muss uns bewusst sein, dass es kontinuierlicher Anstrengungen bedarf, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich zu sichern. Die Amerikanische Handelskammer setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen hierfür zu verbessern. Von entscheidender Bedeutung sind insbesondere die Standortfaktoren Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, Lohnnebenkosten, Bürokratie und Besteuerung von Expatriates“, so Norbert B. Lessing, Präsident der American Chamber of Commerce, Austria.

Prof. Dr. Robin Rumler: „Österreich ist ein Land im Herzen Europas, mit hervorragender Akademia, und erweist sich über viele Jahre als wirtschaftlich, politisch und sozial stabil. Wir verfügen über ausgezeichnete Lebens- und Arbeitsbedingungen, ein hochentwickeltes Gesundheits- und Sozialsystem und über hohe Qualität der allgemeinen Infrastruktur. Auch in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Biotech kann Österreich international mithalten, aber wir gehören nicht zu den Vorreitern. Die Investitionen in diesen Sektor sind sicherlich ausbaufähig, damit Österreich vom Innovations-Follower zum Innovations-Leader wird. Wir müssen effizientere Maßnahmen setzen, um hier ansässige Unternehmen besser zu unterstützen."
Karl-Heinz Hofbauer vermerkte im Rahmen seiner Begrüßung, dass Österreich, mit über 4.000 Beschäftigten, einen der wichtigsten Standorte bei Shire darstellt. Er verwies dabei zum einen auf die beeindruckende Erfolgsgeschichte, gab jedoch auch kritisch zu bedenken, dass bei internationalen Neuansiedlungen vor allem langfristige Standortfragen eine Rolle spielen.
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