fleamapket.com: Mit der Hernalser App zum Flohmarkt in Riga

Nicolas Martin entwickelte eine App, die die interessantesten internationalen Flohmärkte enthält. Usbekistan inklusive.
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  • Nicolas Martin entwickelte eine App, die die interessantesten internationalen Flohmärkte enthält. Usbekistan inklusive.
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

HERNALS. Um ein Land kennenzulernen, kann man in Museen gehen, eine Stadtrundfahrt buchen, an Folkloreabenden teilnehmen oder aber einen Flohmarkt vor Ort besuchen. "Auf einem Flohmarkt erhält man den besten Einblick in die Kultur eines Landes, viel besser als in einem Museum", ist sich der Hernalser Nicolas Martin sicher. "Mein erster Kontakt mit einem bereisten Land ist daher stets ein Flohmarkt."

Um sein Wissen über die interessantesten Flohmärkte auf der ganzen Welt mit anderen Schnäppchenjägern zu teilen, gründete Martin 2009 den Blog fleamarketinsiders.com, aus dem sich die Online-App fleamapket.com entwickelte. "Auf der App finden sich neben den Adressen die Öffnungszeiten, ein weltweiter Flohmarkt-Kalender, vorgeschlagene Touren in diversen Städten durch Antiquitätenläden samt Routenplaner sowie alle Infos wie Essensangebot, Preiskategorie und Spezialisierung der Märkte." Derzeit sind rund 460 internationale Flohmärkte und Antiquitätenshops auf der App mit Fotos und einer ausführlichen Beschreibung vertreten. Die Destinationen reichen von Argentinien über Japan zu den USA.

Hochwertige Antiquitäten angeboten

Wichtig ist dem gebürtigen Franzosen, den es der Liebe wegen nach Österreich verschlagen hat, dass die Auflistung keine Ramschmärkte enthält. "Die Märkte sind alle Antiquitätenorientiert. Dort findet man keine Schuhe aus China, sondern qualitativ hochwertige Möbel und Accessoires. Die interessantesten Märkte findet man übrigens in Texas", so Martin, dessen App viele Antiquitätenhändler und Interior-Designer nutzen. Die Infos über die Antikmärkte stammen entweder von Martin selbst oder beruhen auf Infos und Erfahrungen von Lesern des Blogs. "Ich habe Copywriter, die ihre persönlichen Eindrücke festhalten. Ergänzt werden die Infos mit Bewertungen von Seiten wie Yelp und Tripadvisor." Bei der Aufnahme eines Marktes in die App ist Martin, der Jus und Wirtschaft studiert hat, streng. "Wurde ein Flohmarkt mit nur zwei Sternen bewertet, fliegt er raus."
Zum Flohmarktgeher wurde Martin, der eine Schwäche für alte Sessel und Kameras hat, durch seine Ex-Freundin. "Ihre Familie handelte mit Antiquitäten. So bin ich in diese Welt gerutscht und habe meine Wochenenden am Flohmarkt in Wels verbracht – von fünf Uhr in der Früh weg." Dort erstand Martin auch sein allererstes Flohmarktstück: Eine Postkarte aus dem Jahr 1910.

Die Freundin ist mittlerweile Geschichte, doch die Liebe zu Antiquitäten ist dem Wahl-Hernalser, der in Wien den Caritas-Shop Carla am Mittersteig als Geheimtipp für Schnäppchen nennt, geblieben. "Ich hoffe, eines Tages den LC4-Sessel des Desigerns Le Corbusier auf einem Flohmarkt zu entdecken. Aber der ist leider sehr selten."

Tipps vom Profi

Für die bz-Leser hat der Profi Tipps für den erfolgreichen Flohmarktbesuch parat: "Früh aufstehen! Ich sage immer, wer am Flohmarkt keine Taschenlampe braucht, ist zu spät. Und Handeln, einen 15 Prozent niedrigeren Preis anbieten. Einen guten Preis bekommt man auch oft, wenn der Markt vorbei ist und die Händler einpacken. Bevor etwa ein Glas wieder eingewickelt und verstaut werden muss, gibt der Verkäufer es günstig her."

Die App ist im Internet unter www.fleamapket.com zu finden, der Blog unter www.fleamarketinsiders.com.

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