Verfallendes Terramare-Schlössl: Schon ein Jahr lang tut sich gar nichts

Das Terramare-Schlössl steht seit 2014 leer. Wie es mit dem Gebäude weitergeht, bleibt weiterhin offen.
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  • Foto: Anja Gaugl
  • hochgeladen von Christine Bazalka

HERNALS. Viel hat das prunkvolle Anwesen in der Heuberggasse 10 schon erlebt, war es doch der Wohnsitz des österreichischen Dichters und Dramatikers Georg Eisler von Terramare. Danach diente das herrschaftliche Gebäude als Sitz der kroatischen Botschaft und befindet sich nun im Besitz des Staates Bosnien und Herzegowina.

Doch das Baujuwel steht leer und wird zusehends dem Verfall überlassen. Und: Es befindet sich in keiner Schutzzone. Immer wieder wenden sich Leser an die bz und fragen, was hier passiert. So auch Alexandra Bachtiar: "Gibt es denn keine Möglichkeit, das Gesicht Dornbachs zu bewahren? Der ganze Heuberg wird mit Plattenbauten und Betonburgen verbaut." Auch der Künstler Hermann Härtel zeigt sich in Bezug auf das Schlössl besorgt.

Schwierige Zuständigkeiten

Sah es im Jahr 2015 noch so aus, als würde Bewegung in das Geschehen rund um die marode Liegenschaft kommen, ist seither wieder Stillstand eingekehrt und die Zukunft der klassizistischen Villa samt Parkanlage ist nach wie vor ungewiss. Denn: Seit die kroatische Botschaft 2014 aus der ursprünglich prunkvollen Villa ausgezogen ist, steht das Areal leer. Eigentümer ist der Staat Bosnien und Herzegowina, was die Liegenschaft zu einem exterritorialen Gebiet macht und die Thematik zusätzlich verkompliziert.

Im Herbst 2015 sahen Anrainer aufgrund des maroden Baumbestandes auf dem Areal auch die Sicherheit von Passanten durch herabfallende Äste gefährdet. Daraufhin meldete sich auch die Botschaft Bosnien und Herzegowinas zu Wort und übernahm die Beseitigung der Gefahrenquelle, wie der Botschafter Tomislav Leko bestätigte. Die Gefahrenquellen wurden auch tatsächlich aus der Welt geschafft und zu Beginn des Jahres 2016 übernahm der Eigentümer auch den Erhalt und die Pflege des gesamten Baumbestandes am Areal. Damals versicherte Tomislav Leko dem 17. Bezirk, dass an einen Verkauf nicht gedacht werde.

Weiter Ungewissheit

Das ist mittlerweile fast ein Jahr her und in der Causa herrscht seither Stillstand. Der Baumbestand ist zwar inzwischen keine Gefahr mehr, doch ansonsten hat sich im Hinblick auf eine Sanierung oder etwaige Nutzung des Gebäudes nichts Neues ergeben. An der Villa nagt auch weiterhin ungehindert der Zahn der Zeit.

Vom Eigentümer ist nach mehrmaliger schriftlicher Anfrage vonseiten der bz kein Statement dazu zu bekommen. Auch Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer hat keine neuen Informationen: "Bezüglich des Terramare-Schlössls gibt es derzeit nichts Neues zu berichten. Ich bin seinerzeit mit der Botschaft dahingehend verblieben, dass wir über allfällige weitere Schritte der Eigentümer unterrichtet werden. Wann die Renovierungsarbeiten vorgenommen werden, können wir aufgrund des extraterritorialen Status der Liegenschaft nicht beeinflussen." Was mit der Villa geschehen wird, darüber kann nach wie vor nur spekuliert werden.

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