Wiens Grüne Lunge wächst
Vom Scheed-Wald bis zum Hernalser Heuberg

Vom Heuberg aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Im "Leitbild Grünraum Neu" zählt er zu den Ausschlusszonen.
  • Vom Heuberg aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Im "Leitbild Grünraum Neu" zählt er zu den Ausschlusszonen.
  • Foto: Poldi Lembcke
  • hochgeladen von Michael J. Payer

Wiens grüne Lunge soll von der Donaustadt bis nach Hernals wachsen.

HERNALS. Das "Leitbild Grünraum Neu" möchte den Grüngürtel um Wien schließen. Dazu wurden Ausschlusszonen festgelegt, die – ähnlich dem Wienerwald – niemals verbaut werden dürfen. Einzelne Sprengel wurden zwar bereits in einem Plan eingezeichnet, doch noch ist kaum etwas in Stein gemeißelt.

Fünf Ausschlusszonen fix

Fixiert sind bislang nur fünf Bereiche: der Norbert-Scheed-Wald sowie ein Bereich An der Neurisse in der Donaustadt, der Arne-Carlsson-Park am Alsergrund, der Rathauspark und der Goldberg in Favoriten. In Hernals ist der Heuberg das von den Stadtplanern ausgewählte Gebiet, das zur Ausschlusszone werden soll. Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ): "Wir können nur schauen, dass wir die bauliche Verdichtung maßvoll hintanhalten. Das, was wir haben, müssen wir verteidigen. Das ist aber nicht nur am Heuberg so, sondern aktuell auch zum Beispiel auf der Postsportanlage."
Zusätzlich zu diesen bereits sicheren Gebieten sollen auch Parks geschaffen werden, etwa in den Stadterweiterungsgebieten wie Rothneusiedl. Pro Gartenanlage sind dabei zehn Hektar vorgesehen. Das entspricht einer Größe von rund 14 Fußballfeldern. Mehr sei aber auch möglich, heißt es von den Gemeinderäten Josef Taucher (SPÖ) und Peter Kraus (Grüne). Die endgültigen Grenzen und wo genau die grüne Lunge letztendlich entstehen soll, das wird noch erarbeitet. Dazu zählt auch die Idee, dass zurzeit noch landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen in diese Zonen fallen könnten.

Flächen, die derzeit noch von Gärtnereien genutzt werden, oder Glashäuser für den Gemüseanbau könnten so zu Grünflächen werden, wenn der Anbau in Zukunft nicht mehr fortgesetzt würde. Der Grund dafür sei, dass viele dieser Flächen nur eine Humusschicht auf betoniertem Grund seien. So soll Immobilien-Spekulationen vorgebeugt werden.

Stimmen aus Hernals

FPÖ-Bezirksparteiobfrau Veronika Matiasek begrüßt den Schutz von Grünflächen: "Wir dürfen keinen Quadratmeter abgeben. Gerade die wachsende Stadt braucht Grünräume." Neos-Chefin Cora Urban: "Ein Leitbild Grünraum ist eine gute Idee, aber leider auch nicht wirklich mehr. Was wir brauchen, ist eine verbindliche Verordnung von Grünraumplänen in der Bau- bzw. Raumordnung. Nur so ist Nachhaltigkeit gewährleistet." ÖVP-Bezirksparteiobmann Klaus Heintzinger: "Wir wollen ländliches Gebiet schützen, ganz klar. Aber der Plan muss verbindlich sein." Vonseiten der Grünen Hernals heißt es: "Das Leitbild wird eine stadtweite Planungssicherheit geben."

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