Flussverbindung vom Liesingbach ins Wiental

Der Lainzer Teich bietet sich gerade im Frühling für eine kurze Rast an.
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  • Der Lainzer Teich bietet sich gerade im Frühling für eine kurze Rast an.
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LIESING. Lebt man in Liesing, kann man sich durchaus als privilegiert betrachten: Ist der 23. Bezirk doch nicht nur einer der größten, sondern vor allem einer der abwechslungsreichsten Bezirke Wiens. Vom Industriegebiet zwischen Inzersdorf und Siebenhirten reicht das Spektrum bis in die begrünten Cottage-Gegenden am Lainzer Tiergarten - für Gesundheitssportler ein Traum. Wie man das Liesinger Sportpotenzial optimal nützen kann, zeigen wir bei dieser Crossover-Tour, die nicht nur quer durch den Bezirk verläuft, sondern auf der man auch mehrere Sportarten miteinander verbinden kann: Mountainbike, (Berg-)Laufen, Bouldern und Nordic-Walking.

Start am Liesingbach

Start ist bei der U6-Station Alterlaa, wo man mit Mountainbike oder Laufschuhen (mit oder ohne Nordic-Walking-Stöcke) auf den Liesingradweg einbiegt und zum Aufwärmen gemütlich flussaufwärts rollt. Gleich zu Beginn trifft man links des Weges auf einige Sportgeräte, die man durchaus benützen kann. Dann durchquert man Atzgersdorf und Liesing und kommt nach etwa 30 Minuten schließlich bei der Willergasse an, die als Brücke über den Liesingbach führt. Hier bietet sich ein Abstecher zur Mitzi-Langer-Wand an, einer "Pionier-Wand" des Klettersports: Seit mehr als Hundert Jahren wird hier geklettert. Entweder bindet man das Rad in der Willergasse an und legt die etwa 100 Höhenmeter bis zur Wand laufend zurück, oder man legt am Mountainbike den kleinsten Gang ein und radelt die Willergasse hinauf am Gymnasium Sancta Christiana vorbei bis zur Mitzi-Langer-Wand, die vom Parkplatz der Schule über einen schmalen Waldweg bergauf schnell zu erreichen ist. Oben angekommen, gilt es, die gesamte Wandlänge bouldernd zu überwinden (Achtung: Im linken Wandteil herrscht Steinschlaggefahr!).

In Kalksburg geht's in den Wald

Wieder zurück am Liesingbach fährt man weiter bis zum Jesuitengymnasium Kalksburg. Dort bleibt man am Flussuferweg, der bald rechts in Richtung Gütenbachtal abzweigt. Über die selten von Autos befahrene Gütenbachstraße erreicht man bald die Abzweigung zum Pappelteich: Nach der großen gelben Villa und einer Wiese geht es schräg rechts den Hang hinauf. Auf der anderen Hangseite liegt übrigens Liesings letzter Bauernhof; Edeltraut Kamprath bietet dort Eier und frische Ziegenmilch zum Ab-Hof-Verkauf an. Kurz vor dem Pappelteich wird der Waldweg bald wieder eben und führt nicht nur am Pappelteich, sondern auch an einigen Spielplätzen und Outdoor-Trainingsgeräten vorbei, die man durchaus für eine Trainingseinheit nützen kann. Bevor man die Anton-Krieger-Gasse erreicht, zweigt man links ab und erreicht über die Wotruba-Kirche bald das obere Ende der Wittgensteinstraße. An der Tiergartenmauer sind hier in maßstabsgetreuen Abständen Planeten-Symbole auf Info-Tafeln zu sehen, welche die Größen- und Distanzverhältnisse in unserem Sonnensystem veranschaulichen. Man fährt an Sonne, Merkur, Venus, Erde und Mars vorbei bergab, aber nur bis zur Modl-Toman-Gasse: In die biegt man links ein.

Idylle am Lainzer Teich

Über die Treumanngasse kommt man zum Lainzer Teich, der besonders im Frühling durchaus reizvoll ist. Hermesstraße, Kleiner Ring und Jenbachgasse führen hinauf in den Hörndlwald, und entlang der Lainzer Tiergartenmauer erreicht man bald das St. Veiter Tor. Vorbei am Gasthaus Lindwurm, von dem man übrigens einen wunderbaren Blick über Wien genießen kann, kommt man hinauf auf den Himmelhof, wo tief unter einem bereits der Wienfluß und die Westeinfahrt liegt. Um dorthin zu kommen, muss man allerdings noch den Endgegner überwinden: die Mardwardstiege. Diese extrem steile Stiege führt hinunter zur Seuttergasse und schließlich zum Nikolaitor. Alternativ kann man die Stiege über Carolaweg und Himmelhofgasse auch umfahren. Vom Nikolaitor erreicht man man über Nikolaus- und Stampfergasse schnell den Wientalradweg, auf dem man gemütlich retour in die Großstadt rollen, laufen oder walken kann.

Der Lainzer Teich bietet sich gerade im Frühling für eine kurze Rast an.
Der Planetenweg an der Lainzer Tiergarten-Mauer ist nicht nur maßstabsgetreu, sondern auch informativ.

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