"Westausfahrt Neu" geht besser
Neue Ideen für das Bauprojekt wurden in Hietzing präsentiert

René Tritscher und Cordula Loidl-Reisch präsentierten zeitgemäße und klimafreundliche Lösungen.
  • René Tritscher und Cordula Loidl-Reisch präsentierten zeitgemäße und klimafreundliche Lösungen.
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  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Den offiziellen Plänen der Stadt Wien für die "Westausfahrt Neu" stellt eine Bürgerinitiative Alternativen entgegen.

HIETZING. "Wir werden uns das nicht gefallen lassen!" Mit diesen deutlichen Worten kommentiert der Hietzinger René Tritscher die Pläne der Stadt Wien für die Westausfahrt Neu. Konkret geht es darum, dass die Westausfahrt ab der Hütteldorfer Brücke auf die Hietzinger Seite neben den Franz-Schimon-Park verlegt werden soll. Das würde bedeuten, dass fünf Fahrspuren auf der Südseite des Wienflusses gebündelt werden.

René Tritscher ist ein Mann der Tat und hat die Petition "Für ein ökologisches Naherholungsgebiet Wiental" ins Leben gerufen, die binnen weniger Tage mehr als 1.000 Mal unterschrieben wurde. Aber der engagierte Bürger will das Problem nicht nur aufzeigen, er präsentiert auch gleich alternative Lösungen.

Klima nicht berücksichtigt

Cordula Loidl-Reisch war Professorin an der TU Berlin, ist aber in Hietzing bestens vernetzt. Als ihr Freunde von den Plänen berichteten, war sie entsetzt: "Ein halber Kilometer Bäume müsste für dieses Projekt ersatzlos gefällt werden. Das ist keine zeitgemäße und klimafreundliche Planung." Sie gibt zu bedenken, dass es nicht nur um den Verkehr in Hietzing geht, sondern um das Klima in nahezu ganz Wien.

"Der bewaldete Nikolaiberg und der Bierhäuselberg sind Kältepole für Wien. Von hier aus strömt kalte Luft durch das Wiental bis in die inneren Bezirke. Das geplante 25 Meter breite und über einen Kilometer lange Betonband wäre eine Wärmeplatte, die diese aufheizt", befürchtet sie. Daher fordert die Initiative unter anderem Studien dazu, was dies für das Mikroklima in Wien bedeuten würde. "Es verwundert mich schon, dass man diesen Punkt bisher nicht berücksichtigt hat", so René Tritscher, der mehr Transparenz einfordert.

Alternativen möglich

Dass es auch anders geht, zeigen Visualisierungen von Studenten der TU Berlin, die sich im Auftrag ihrer Professorin intensiv mit dem Thema beschäftigt haben. "Sie haben nach einer Symbiose aus Verkehr und Lebensqualität gesucht und aus meiner Sicht mehrere ideale Lösungen gefunden", so Cordula Loidl-Reisch.

Einer der Entwürfe sieht einen Tunnel vor, der "zwar optimal, aber doch ein wenig utopisch wäre". Für ideal hält die Professorin eine vorgeschlagene Stützwandkonstruktion, die Funktionalität und Freiraumangebot ideal kombinieren würde.

Ein Problem haben allerdings alle Alternativen: Sie wären zeitaufwendiger und damit teurer umzusetzen als die von der Stadt präferierte Variante. Dazu findet Bezirksvorsteherin Silke Kobald (ÖVP) deutliche Worte: "Es muss das Ziel sein, diesen Bereich insgesamt attraktiver zu machen und ihn nicht für die kommenden Jahrzehnte in eine komplette Verkehrshölle umzuwandeln. Da dürfen Kosten und eine einfache Umsetzung nicht die Kriterien sein." Die Zeit drängt: Zwar ist der prognostizierte Baubeginn erst 2023, doch die Ausschreibung für die Bauarbeiten wurde bereits im Amtsblatt veröffentlicht.

Wer die Petition unterzeichnen möchte oder mehr Infos sucht: www.westausfahrt.at

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