Sicherheitsmaßnahme: Poller für die Eingänge von Schloss Schönbrunn

Die Poller stehen schon, und bis Samstag wird auch das Gerüst weichen: Die Eingänge zum Schloss wurden zusätzlich gesichert.
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HIETZING. Am Samstag, den 18. November, ist es soweit: Der Schönbrunner Weihnachtsmarkt eröffnet. Aber zu Punsch, Lebkuchen und Engerln gesellt sich heuer eine wenig stimmungsvolle Neuerung: Die Betriebsgesellschaft des Schlosses hat sich entschlossen, 13 versenkbare Poller zu installieren, die die Einfahrten vor Unbefugten schützen sollen, wie der ORF zuerst berichtet hat. Fünf dieser Poller sind am Haupttor, am Meidlinger Tor und am Hietzinger Tor bereits installiert worden. Diese Eingänge führen zum Ehrenhof, wo der Markt stattfindet. Die restlichen acht Poller werden dann später an anderen Eingängen angebracht, so eine Sprecherin. Insgesamt wird die Maßnahme etwa 150.000 Euro kosten. "Unser Sicherheitskonzept wurde in Abstimmung mit internen und experten sowie der Polizei entwickelt und wird auch laufend angepasst", sagt die Sprecherin. Zusätzlich zu den Pollern stellt der Marktbetreiber Aufsichtspersonal.

Dass Weihnachtsmärkte und andere Großveranstaltungen vor terroristischen Gefahren geschützt werden, liegt übrigens nicht im Ermessen der einzelnen Betreiber - vielmehr schreibt die Polizei die Rahmenbedingungen vor, innerhalb derer der Schutz abzulaufen hat. Bestimmte Maßnahmen müssen sein, sagt eine Sprecherin der Polizei: "Wir setzen uns mit den Betreibern der Märkte zusammen und besprechen, wie sie vorgehen sollten. Es geht da vor allem um die Sicherung der Ab- und Zugänge mit Betonblöcken, Big Bags oder Containern." Wichtig sei dabei vor allem das Abwägen zwischen den verschiedenen Notwendigkeiten einer Großveranstaltung: Denn auch eine Rettungszufahrt etwa müsse gegeben bleiben. Die Polizei selbst ist auf den Weihnachtsmärkten der Stadt mit uniformierten und zivilen Beamten im Einsatz.

"Trübt die Weihnachtsstimmung nicht"

Unter den Wienern stoßen die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen großteils auf Verständnis, wie eine Umfrage unter Anrainern im Nachbarschaftsnetzwerk FragNebenan ergibt: "Poller sind notwendig und sinnvoll", schreibt etwa Gerhard Hoffmann.  "Angesichts der schwierigen Sicherheitslage habe ich gegen versenkbare Poller nichts einzuwenden", findet auch Beatrix Mandl, "sie trüben meine Weihnachtsstimmung nicht mehr als die Weltlage es ohnehin tut." Sie fügt aber hinzu: "Allerdings glaube ich, dass ein Terrorist, wenn er das wirklich will, eine andere Möglichkeit finden wird." Das glaubt auch Silvia Gredenberg: "Ich denke, wenn wir alle möglichen terroristischen Eventualitäten ausschließen wollen, müssten wir uns einsperren." Poller allein hält Ursula Weisswasser ebenfalls für einen unzureichenden Schutz: "Sie können nur verhindern, daß Terrorristen mit einem Lastwagen in die Menge fahren, aber keine andere Form von Anschlägen." Ihr Fazit: "Leider muß man sich heutzutage schon überlegen, ob man sich diesem Risiko aussetzen soll." Andere, wie Userin Greeny, sehen die Sache unbeschwerter: "Ich frage mich wie weit Österreich da gefährdet ist, da erstens Österreich neutral ist und viele Ausländerinnen und Ausländer uns ja sowieso immer mit Australien verwechseln. Darüber hinaus geht die Zahl der Terroranschläge angeblich zurück."

Zur Sache:

Sammlung:Christkindlmärkte in allen 23 Bezirken

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