KLIMA-AUFTAKT IN RETZ
Besucheransturm bei Klima-Gala

Gerhard Maier, Sybille Chiari, Manfred Nigl, Gregor Danzinger, Eva Otepka und Jürgen Schneider mit den Ehrengästen.
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  • Gerhard Maier, Sybille Chiari, Manfred Nigl, Gregor Danzinger, Eva Otepka und Jürgen Schneider mit den Ehrengästen.
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Eine Top-Veranstaltung im übervollen Retzer Stadtsaal mit kompetenten und überzeugenden Referenten.

RETZER LAND (jm). Einen derartigen Besucheransturm zur Klima-Gala hatten die Veranstalter, die sechs Gemeinden der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) Retz, Retzbach, Pulkau, Schrattenthal, Hardegg und Zellerndorf, nicht erwartet. ORF-Moderator Gerhard Maier konnte im übervollen Stadtsaal Althof kompetente Vortragende begrüßen: den Präsidenten des NÖ Landtages Karl Wilfing, Sektionschef Jürgen Schneider vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Sybille Chiari von der Universität für Bodenkultur sowie die Bürgermeister der KEM mit Gregor Danzinger, der die Initiative „Unser Klima Retzer Land“ leitet.

Wer ist schuld am Klimawandel?

Musikalisch mit dabei war das Trio „Bauchgefühl“, das mit dem Ärzte-Song die „Schuldfrage“ beantwortete: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Die Referenten beschrieben die Folgen des Treibhausgaseffektes, präsentierten anschauliche Grafiken und Umfrageergebnisse und lieferten auch praktikable Lösungsansätze.

2050: Klima wie in Athen

Die Besucher konnten am Handy ihren Tipp abgeben, welches Klima 2050 bei uns herrschen wird. „Wir werden ein Klima haben wie es heute in Athen, in Madrid oder in Antalya ist“, so Jürgen Schneider. Wird 2040 noch der Grüne Veltliner die Hauptweinsorte sein? „Nein, denn es wird ihm bei uns zu heiß sein“, bestätigte der Sektionschef die Publikumsprognose (56 % nein). Er war mit dem Zug aus Wien angereist und nützte für die Rückreise den Zug um 21:16 Uhr. Die Buschbrandkatastrophe in Australien wurde bereits 2007 für 2020 prognostiziert, weil das Land sehr hohe CO2-Emissionen hat. Die Durchschnittstemperatur steigt weltweit an, in Österreich jedoch doppelt so schnell, weil sich die Landmasse rascher als das Meer erwärmt und die Schneedecke in Österreich abnimmt.

Was kann jeder von uns tun?

Welche persönlichen Maßnahmen verringern den CO2-Ausstoß am stärksten? Das Einsparen der Plastiksackerl verringert den CO2-Ausstoß um drei Kilo pro Kopf und Jahr. Streicht man eine Flugreise, so werden 680 Kilo CO2 eingespart. Weitere wirksame Sparmaßnahmen: Gebäudedämmung und Heizung ohne fossile Energieträger: 770 Kilo, auf Fleisch verzichten: 450 Kilo und sparsam Auto fahren: 340 Kilo.
Linus Böhm und Karolina Caesarova berichteten von Umweltaktivitäten an der HLT Retz: Schulreisen werden durch Spenden CO2-neutral gehalten, Reduktion von Einwegflaschen, Carsharing Plattform und Müllsammelaktion. Für den Retzbacher Bürgermeister Manfred Nigl ist es wichtig, das Wasser in der Region zu halten (Retzer See). Gregor Danzinger präsentierte die Photovoltaik-Offensive im Retzer Land mit eFriends Nappersdorf.

Autor:

Josef Messirek aus Hollabrunn

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