Holz Hollabrunn
Fa. Schrimpl macht Fassdauben

Franz Schrimpl schneidet Fassbretter mit einer speziellen Technik und kauft das Holz dafür immer persönlich.
  • Franz Schrimpl schneidet Fassbretter mit einer speziellen Technik und kauft das Holz dafür immer persönlich.
  • Foto: Eipeldauer
  • hochgeladen von Alexandra Goll

Die Grundlage für Fässer für edle Tropfen werden aus Weinviertler Eichen produziert.

HOLLABRUNN. Schon seit 1911 gibt es in Hollabrunn die Fassbinderei Schrimpl. Derzeit wird sie noch in dritter Generation von Franz Schrimpl geführt, der den Betrieb in den 80er-Jahren zu einem Sägewerk ausbaute und damit auf eine breitere Basis stellte.
Heute erzeugt die Firma Schrimpl keine Fässer mehr, aber die wichtigsten Bestandteile dafür, die Fassdauben. Diese Fassdauben in Spitzenqualität sind auch das Hauptprodukt des Betriebes, erklärt Franz Schrimpl: „Wir haben dafür eine spezielle Schnitttechnik entwickelt, mit der wir Fassbretter in verschiedenen Stärken und Längen produzieren, beginnend bei Barriquefässern mit 220 l Inhalt bis zu den ganz großen Lagerfässern für 50.000 l Wein.“
Mehr als 50% der Fassdauben-Produktion gehen in den Export, hauptsächlich nach Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland. „Alles ist aus heimischem Eichenholz, vor allem aus dem Ernstbrunner Wald“, sagt Schrimpl stolz. Daneben produziert der Betrieb für die ÖBB und die Deutsche Bahn Eichenschwellen für den Gleisbau, die besonders bei Weichen eingesetzt werden und, als jüngstes Produkt, massive Holzwände aus Eiche, die statt Beton- oder Ziegelwänden eingesetzt werden können und die in verschiedener Oberflächenbehandlung lieferbar sind. Und schließlich werden als „Abfallprodukt“ aus dem Restholz noch Parkettrohlinge für verschiedene Parketterzeugungs-Betriebe im In- und Ausland produziert.
Das Holz, das dafür gebraucht wird, kauft Karl Schrimpl immer persönlich ein. „Nur bei heimischen Forstbetrieben“, betont er, „und da überwiegend Weinviertler Eiche. Für die Fassdaubenproduktion kommt nur erstklassiges Holz in A-Qualität in Frage.“
Nach dem Kauf braucht es Geduld: Rund drei Jahre ruht die Eiche, zuerst in mächtigen Stämmen im Rundholzlager und dann in Bretterform, bis sie reif für die Verarbeitung ist.

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