Gibt es ein Leben ohne Strom?

Durch Eisregen wurden im Dezember zahlreiche Überland-Stromleitungen geknickt, und es ging das Licht aus.Fotos Bezirksblätter
  • Durch Eisregen wurden im Dezember zahlreiche Überland-Stromleitungen geknickt, und es ging das Licht aus.Fotos Bezirksblätter
  • hochgeladen von Alexandra Goll

(ae). Das Schneechaos der Vorwoche und das Eischaos im Dezember 2014 in Niederösterreich haben gezeigt: Unsere Infrastruktur ist verletzlich. Ohne Strom geht so gut wie nichts mehr. Das Land NÖ arbeitet fieberhaft an Krisenplänen für den großen Blackout. Die Bezirksblätter haben recherchiert, wie der Bezirk Hollabrunn für den Notfall gerüstet ist.

Üben für den Ernstfall

BH Stefan Grusch beschäftigt sich seit längerem mit der Möglichkeit eines längerfristigen, großflächigen Stromausfalles: „Wir haben mit allen Blaulichtorganisationen, der EVN und der Straßenbauabteilung das Vorgehen abgesprochen und üben auch regelmäßig für den Ernstfall. Die Einsatzzentrale in der BH wird dann von der Feuerwehr mit einem Notstromaggregat versorgt, und der Kontakt mit den Einsatzkräften kann dann über Funk aufrecht erhalten werden. Das Krankenhaus hat eine eigene Notstromversorgung.“ Das ist deshalb wichtig, weil das Handynetz nach einem Stromausfall nur noch wenige Stunden gepufferte Energie hat und dann ausfällt.
„Darüber hinaus ist es wichtig“, sagt Grusch, „dass wir die Treibstoffversorgung für die Einsatzfahrzeuge sicherstellen. Die normalen Tankstellen funktionieren ja ohne Strom nicht mehr.“ OBI Wolfgang Thürr vom Bezirksfeuerwehrkommando sieht im Fall des Falles eine Menge auf die Feuerwehren zukommen: „Wenn der Blackout im Winter passiert, können manche Heizanlagen sehr schnell überhitzen, wenn die Pumpen stehenbleiben. Da hilft dann nur noch, den Kessel auszuräumen, und das sollte man der Feuerwehr überlassen.“
Kleinräumig lässt sich von den Feuerwehren auch Strom zur Verfügung stellen, sagt Thürr: „Fast alle FF im Bezirk haben kleinere Notstromaggregate, mit denen zum Beispiel Arztpraxen oder Ställe versorgt werden können. Die Bezirksfeuerwehr hat ein großes Aggregat, das die BH oder notfalls auch das Krankenhaus mit Strom versorgen kann. Außerdem schauen die Feuerwehren darauf, dass ihre Einsatzfahrzeuge immer vollgetankt sind.“
Stefan Zach, Sprecher der EVN, räumt zwar ein, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gegen einen Blackout gibt, beruhigt aber: „Die Eiskatastrophe im Dezember im Waldviertel hat gezeigt, dass es eine sehr gute Zusammenarbeit mit allen Einsatzorganisationen und der EVN gibt. Wir haben im Fall der Fälle sehr viele Techniker im Einsatz und verfügen außerdem über große Notstromaggregate, die ganze Orte versorgen können. Und wir können das Netz nach Behebnung der Schäden sehr schnell wieder hochfahren.“
Dietmar Wurzer, Bezirksleiter des Zivilschutzverbandes, rät, zuhause immer einen gewissen Vorrat zu halten, weil bei einem Stromausfall auch die meisten Geschäfte geschlossen bleiben, weil elektrische Türen nicht mehr öffnen und Computer

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