13.10.2014, 13:10 Uhr

Alle Jahre wieder .... Die Katzenflut ist trotz Kastrationspflicht nicht weniger geworden.

Mindestens zweimal jährlich werden unzählige Katzen geboren. Nur ein geringer Teil davon bekommt ein schönes Zuhause bei verantwortungsvollen Menschen. Der Großteil der Tiere ist aber ungewollt und unerwünscht. Immer noch werden viele Tiere entweder ihrem Schicksal überlassen, verwildern, werden ausgesetzt oder gezielt „entsorgt“.

Seit 2005 ist die Kastration von Katzen, die Zugang ins Freie haben, laut Tierschutzgesetz verpflichtend!
Gesetzestext:
„Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben.“

Doch kaum ein Katzenhalter ist sich dessen auch bewusst oder kennt das Tierschutzgesetzt. Kontrollierte Zucht muss bei der Behörde angemeldet werden. Private Vermehrung, ob gewollt oder ungewollt, ist nicht gesetzeskonform und daher auch nicht zugelassen. Die Ausnahme "bäuerliche Haltung" wird ebenso von vielen missverstanden. Damit sind ausschließlich scheue, verwilderte Streunertiere gemeint und von der Kastrationspflicht ausgenommen. Landwirte müssen ihre Haustiere daher sehr wohl kastrieren lassen!

Eine Katze wird mit 5 – 6 Monaten geschlechtsreif und wirft im Durchschnitt zweimal im Jahr drei bis sechs Junge. Überleben aus einem Wurf nur drei Katzen, ergibt das nach 10 Jahren hundertausende Tiere. Bei einer unkontrollierten Vermehrung werden die Katzen für die Anwohner zu einer regelrechten Plage und eine Gefahr für verantwortungsbewusst gehaltene Katzen, da die Ausbreitung von diversen Katzenkrankheiten und Parasiten massiv gefördert wird.

Die Empfehlung, dass man die erste Rolligkeit abwarten oder die Katze sogar einmal Junge gehabt haben muss, um eine Kastration durchzuführen zu können, ist längst überholt und veraltet! Ebenfalls ein völliger Irrglaube ist, dass eine kastrierte Katze keine Mäuse mehr fängt. Unsinnig ist es auch nur weibliche Tiere kastrieren zu lassen, da Revierstreitigkeiten unter potenten Katern mit massiven Verletzungen beider Tiere enden kann. Außerdem wird das Markierverhalten eines Katers für die ganze Umgebung zum Problem.

Die Kastration hat auch für uns Menschen einige Vorteile:
• Kastrierte Katzen sind gesündere und bessere Jäger von Mäusen, Ratten und ähnlichen Tieren
• Die Kosten für die Kastration ist geringer als die Kosten für Nahrungsmittel einer ganzen Katzenkolonie
• Eine kastrierte und somit stabile Katzengruppe verteidigt ihr Revier gegen unkastrierte Neuzugänge.
• Übelriechendes Markieren fällt gänzlich weg.
• Es gibt keinen Zuwachs von unerwünschtem Nachwuchs.
• Mögliche Nachbarschaftsstreitigkeiten aufgrund der Katzen oder deren Ausscheidungen entfallen.
• Die Gefahr einer Ausbreitung von Katzenkrankheiten und Parasiten ist bei stabilen Katzengruppen kleiner als bei großen, wildlebenden Populationen.

Dabei ist es so einfach. Kastration verhindert Tierleid!

Mit der Kastration der in ihrem Haushalt lebenden Katzen können Sie bewusst dazu beitragen, das Tierleid zu vermindern. Sie müssen auch keine Befürchtung haben, dass die Hauskatze durch die Kastrationspflicht aussterben wird. Setzen Sie den Anfang und nehmen Sie ihre Verpflichtung wahr! Es gibt so viele Katzen, die ein neues zuhause suchen, weil sie nicht mehr gewollt wurden, zusätzlich noch Katzen zu vermehren ist verantwortungslos und erhöht das Tierelend in den Tierheimen!


Und noch etwas: Bei Nichteinhaltung der Kastrationspflicht drohen Strafen bis zu € 3.750,--.
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