19.10.2017, 10:05 Uhr

Autofahrer achtet auf Wild!

Wildarten wie Rehe, Hirsche, Wildschweine, Hasen, Fasane, Rebhühner und Co. müssen bei einem Unfall gemeldet werden. Foto: Privat

In den Morgen- und Abendstunden passieren auf den Straßen des Bezirks die meisten Wildunfälle.

BEZIRK (gr). Der Herbst hat Einzug im ganzen Land gehalten. Dies bedeutet, dass die Tage kürzer werden und dadurch die Dunkelheit viel früher hereinbricht. Gerade in der Dämmerung herrscht auch auf den Straßen des Bezirks reger Wildwechsel, der sich natürlich bei Kollisionen mit Wild auf den Straßenverkehr negativ auswirkt.

Wildunfall alle 17 Minuten

Laut Statistik passiert alle 17 Minuten ein Wildunfall in Niederösterreich. Mehr als 31.000 Wildtiere sterben dabei pro Jahr auf Niederösterreichs Straßen, wobei die Zahlen im Detail zeigen, dass zwischen 05:00 und 07:00 Uhr in der Früh sowie zwischen 20:00 und 23:00 Uhr am Abend die meisten Wildunfälle passieren. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), der Versicherungsverband (VVO) und die Zentralstelle der Landesjagdverbände raten allen VerkehrsteilnehmerInnen, vor allem in den gekennzeichneten Wildwechselzonen die Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Beim Zusammenstoß mit einem Wildtier sollte das Lenkrad gut festgehalten werden. Ein Ausweichmanöver ist eher nicht zu empfehlen, denn ein solches ist weitaus riskanter als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

Wildunfälle sind rückläufig

Karl Wittmann, Bezirksjägermeister des Bezirks Hollabrunn, meint dazu: „Die Wildunfälle in unserem Bezirk sind auf jeden Fall rückläufig, da insgesamt der Wildbestand immer weniger wird. Aber auch die Reflektoren an den Straßenrändern, die die Tiere vom Überqueren der Fahrbahnen doch etwas abhalten, tragen zu mehr Sicherheit auf den Straßen bei.“
Dennoch mahnt Karl Wittmann die Autofahrer zur Vorsicht, denn eine den Umständen angepasste Fahrgeschwindigkeit ist wichtig und könnte so manchen Wildunfall verhindern.

Zur Sache:
Wildunfälle 2016 in Niederösterreich:
Etwa 31.000 Wildtiere
Im Bezirk Hollabrunn:
Durch den zurzeit geringen Wildbestand sind Kollisionen mit Wild auf jeden Fall rückläufig. Genaue Zahlen konnten nicht in Erfahrung gebracht werden.

Was hat der Autofahrer bei einem Wildunfall zu beachten:
•Wenn möglich, ist das Wild von der Straße zu entfernen.
•Den Jagdleiter bzw. eine zuständige Person des Jagdreviers verständigen.
•Wenn eine Bestätigung für die Kaskoversicherung erforderlich ist, die Polizei verständigen.
•Welche Wildarten müssen gemeldet werden?
Nicht nur Rehe, Hirsche und Wildschweine müssen gemeldet werden, sondern auch alle anderen Tiere wie z. B. Hasen, Fasane, Rebhühner und Co.
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