14.02.2018, 11:30 Uhr

Faustschlag und Ladendiebstahl

Am letzten Strafrechtstag ging es unter anderen um einen Nasenbeinbruch und versuchten Ladendiebstahl.

BEZIRK (jm). Wegen vorsätzlicher Körperverletzung musste sich ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Hollabrunn vor dem Bezirksrichter verantworten. Er hatte seinem alkoholisierten Bruder nach einem Besuch in der Ravelsbacher Diskothek mit einem Faustschlag das Nasenbein gebrochen. Vorausgegangen war dieser Tätlichkeit ein Streit um den Autoschlüssel. „Mein Bruder war schwer alkoholisiert, wollte aber in diesem Zustand mit dem Auto nach Hause fahren“, so der Angeklagte. Er gab zu, mäßig alkoholisiert gewesen zu sein, „aber ich wusste noch, was ich tat“, sagte der vierfache Familienvater aus. Es kam zunächst zu einer Rangelei zwischen den Brüdern. „Als er aber auf meinen Neffen losging, weil dieser ihm nicht helfen wollte, da habe ich schwarz gesehen.“ Mit einem Faustschlag gegen die Nase des Bruders setzte er diesen außer Gefecht, doch beteuerte der Täter vor dem Richter diese Reflexhandlung. Zum Prozess konnte sein Bruder krankheitshalber nicht kommen, ließ aber ausrichten, dass er sich ohnedies der Aussage entschlagen würde. Die Lebensgefährtin des Angeklagten erschien, verweigerte aber die Aussage. Richter Erhard Neubauer verurteilte den 34-Jährigen, bei dem auch noch eine Vorstrafe wegen schweren Betrugs im Strafregister aufscheint, zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten, bedingt auf drei Jahre.Versuchter Ladendiebstahl
Bis zuletzt geleugnet hat eine 47-Jährige aus dem Bezirk zwei versuchte Ladendiebstähle, deren Gesamtwert sich auf 240,- Euro belief.. Bei der Polizei-Einvernahme hatte sie einen Futterhaus-Diebstahl zugegeben, vor dem Bezirksrichter leugnete die Dame diese Tat. „Ich habe nicht mehr gewusst, dass da noch was in der Tasche war.“ Einen zweiten Diebstahl versuchte sie zu kaschieren, indem sie erklärte: „Ich wollte die Hundejacke ja am nächsten Tag zur Polizei bringen.“ Das tat sie aber zwei Tage nicht, bis sich die Polizei bei ihr meldete. „Wenn ich Ihnen eine Diversion anbiete, lehne ich mich schon sehr weit hinaus“, erklärte der Bezirksrichter und bestand auf ein Geständnis. Was die Dame dann schließlich ablegte.
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