30.11.2016, 08:00 Uhr

1. Geburtstag Liste Scharinger

Mit Wasser wurde auf den 1. Geburtstag angestoßen, Wolfgang Scharinger, Daniela Lichtenecker, Michael Bischof und Sascha Bauer. Foto: ag

Wolfgang Scharinger und sein Team können auf erfolgreiche Zeiten zurückblicken und für Hollabrunn da sein.

HOLLABRUNN (ag). Bei der Ein-Jahr-Feier der Hollabrunner Liste Scharinger „Miteinander für Hollabrunn“ im GH Rammel hatten die Bezirksblätter die Gelegenheit, mit StR Wolfgang Scharinger über seine Bilanz zu sprechen. Bekanntlich haben sich Scharinger und einige seiner Mitstreiter im Vorjahr von der FPÖ abgespalten.

Bezirksblätter: „Was hat sich seit der Gründung der Liste getan?“

Wolfgang Scharinger: „Wir trennten uns damals nicht von der FPÖ, sondern von Christian Lausch. Folgedessen schlägt das Herz immer noch für die FPÖ. Der Trennungsschmerz war nicht groß und wir verliehen unserer Liste ein menschliches Antlitz.“

BB: „Wie verhält sich die Liste in Sachen Opposition?“

Scharinger: „Uns wird nachgesagt, auf Kuschelkurs zu sein auch wegen der Hochzeit meiner Tochter mit dem Bruder des Bürgermeisters. Ich betone, wir sind nicht verwandt und meine Tochter darf ihren Ehemann frei wählen. Auch den Kuschelkurs muss ich dementieren, aber es ist bewiesen, dass man mit Streitigkeiten nichts erreicht. Ganz deutlich zu sehen bei der SPÖ, die haben in meiner 27-jährigen Laufbahn als Gemeinderat nichts umsetzen können. Wir hingegen konnten das Stadtbad und den Eislaufplatz sanieren, eine Hundezone errichten, Hundesackerlautomaten umsetzen und die sehr erfolgreiche Kleinstkinderbetreuung verwirklichen. Natürlich gehört aber auch Kritik dazu. Ein absolutes Fehlverhalten erfuhr ich bei einer Brotverkostung in der Bäckerei Gerstenbauer, als die ÖVP und Wirtschaftskammer Hilfe ablehnten, weil der Bäcker mit dem Verlust seines Auftrages an das Landesklinikum an die Öffentlichkeit ging. So wird Macht der absoluten Mehrheit ausgespielt. Aus der Wirtschaftspartei wurde eine Freunderlwirtschaftspartei. Auch der Regionenshop und Jugendtreff sind derartige Verlustgeschäfte, aber es wäre ja eine Blamage dies einzugestehen. Das Pflanzen von Kirschbäumen in der Fußgängerzone wird sie nicht lebendiger machen. Spielplätze werden ohne Genehmigung errichtet. Schon bestehende sind in einem jämmerlichen Zustand. Wenn du kein ÖVP-Stadtrat bist, erhältst du keinerlei Informationen.“

BB: „Welche Ziele und Projekte haben Sie in nächster Zeit?“

Scharinger: „Wir möchten für die Bevölkerung die Abspaltung mit der Hollabrunner FPÖ noch klarer erkennbar machen. Bei uns gibt es keine Hörigkeit zu St. Pölten - wir sind 100 % Hollabrunn! Ich biete mich an, die Funktion des Ortsvorstehers in Breitenwaida zu übernehmen und helfe der ÖVP sehr gerne. Weiters plane ich, einen eigenen Bereich im Friedhof für Urnenbeisetzungen und für die Bestattung von Moslems einzurichten.“

Mit Wolfgang Scharinger sprach Alexandra Goll
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