Schafe grasen in Liesing
Die RasenMÄHer vom Kellerberg

Eines von rund 20 Waldschafen, die die Rasenpflege in Liesing übernommen haben.
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  • Eines von rund 20 Waldschafen, die die Rasenpflege in Liesing übernommen haben.
  • Foto: BV23/Esther Genitheim
  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Liesing setzt auf biologische Rasenmäher. Am Kellerberg können diese jetzt besucht werden.

LIESING. Ein sonniger Nachmittag am Kellerberg in Liesing. Die Vögel zwitschern, der Wind streicht duch die zahlreichen Bäume. Es herrscht eine nahezu paradisische Ruhe. Und das obwohl hier gerade das Gras gemäht wird.

Zu verdanken ist dies rund 20 Schafen, die im Naherholungsgebiet nun die Aufgabe der Landschaftspflege übernommen haben. Noch bis Herbst grasen diese am Kellerberg. Bezirksvorsteher Gerald Bischof ist begeistert: „Wir haben hier eine Win-Win-Situation. Für Liesing mit seinem 31%igen Grünanteil stellt die Beweidung durch Schafe eine sehr umweltfreundliche, natürliche und deutlich leisere Mähmethode dar. Wir hoffen, das auf weitere Flächen ausdehnen zu können.“

Auch Forstdirektor Andreas Januskovecz vom Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien zeigt sich erfreut: „Schafe als naturnahe Wiesenpflege sparen nicht nur Abgase ein, auch Kleintiere werden geschont!“

Anrainer begeistert

Bei den Liesingern kommen die Schafe jedenfalls sehr gut an. Die Breitenfurter Schafbäuerin Christa Veits, die täglich - manchmal auch mehrmals am Tag - bei ihren 36 Schafen nach dem Rechten sieht, ist erstaunt über die Reaktionen: „Ich bekomme von allen Seiten nur positive Rückmeldungen. Den Schafen geht’s dort sehr gut. Mit dem mobilen Weidezaun bekommen sie von mir regelmäßig ein neues Stückchen zum Abgrasen! Auch ein Unterstand steht ihnen dabei jederzeit zur Verfügung.“ Immer wieder kommen Spaziergänger und beobachten die Schafe aus nächster Nähe.

Christa Veits ist dabei recht auskunftsfreudig: „Gerne erkläre ich den Kids, wie Lou, der Bordercollie und Schafhüter mit den Tieren arbeitet.“ Bei den Schafen handelt es sich übrigens um sogenannte Waldschafe. Eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. "Ich züchte sie nach und erhalte so den Genpool dieser seltenen Tiere." erzählt die Schaf-Hirtin. Sehr interessantes Detail am Rande: Schafwolle ist ein hervorragender, natürlichen Dünger und mit ihren Hufen lockern die tierischen Rasenmäher den Boden zusätzlich auf.

Schafe in die Schule

Ab September bietet sie auch „Miniworkshops“ für Schulklassen an. Da gibt’s dann gegen Voranmeldung viele Infos über Schafe als Rasenmäher, es kann Schafwolle angegriffen werden oder Lou beim Schafhüten zugeschaut werden. Auch Kinder können sich dabei mal als Schafhüter versuchen. Den Kontakt zur Schafbäuerin gibt es über die bz. Bei Interesse reicht ein Mail an liesing.red@bezirkszeitung.at.

Bitte nicht füttern

Noch eine Bitte der Schafbäuerin zum Schluß: "Bitte füttern sie die Tiere nicht." Der Grund dafür ist ein einfacher. Wenn sich die Schafe daran gewöhnen, dass sie von Spaziergängern Leckerlis bekommen, fangen sie an zu betteln, indem sie blöken. Und dann wäre es mit der Ruhe vorbei.

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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