Café Rüdigerhof
Künstler-Treff in historischem Gebäude
- Seit 118 Jahren versorgt das Café Rüdigerhof bereits seine Gäste.
- Foto: Niklas Varga
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Seit 118 Jahren zählt das Café Rüdigerhof zu den beliebtesten Grätzel Treffpunkten. Nicht zuletzt berühmte österreichische Kunstschaffende sollen das ein oder andere Drehbuch hier verfasst haben.
WIEN/MARGARETEN. "Er sitzt immer auf Tisch Nummer 13", erzählt Mentor Halper, der Besitzer des Café Rüdigerhofs. Dabei spricht er von einem seiner treuesten Stammkunden - den Kabarettisten Josef Hader. "Er hat bei uns im Café zum Teil seine Drehbücher geschrieben und war auch schon sehr eng mit meiner Mutter befreundet", schwebt Halper in Erinnerungen.
Seit dem Jahr 1902 besteht der Gastronomiebetrieb in der Hamburgerstraße 20 - seit 1958 ist er im Besitz der Familie Halper. Seine Lage und der außergewöhnlich große Gastgarten sorgen dafür, dass das Café schon seit jeher das Stammlokal einiger Kulturgrößen ist. "Zu uns kommen Christoph Grissemann, Dirk Stermann oder Gerald Fleischhacker. Es waren aber generell schon einige Kabarettisten bei uns im Café", erzählt Halper.
Im Restaurant aufgewachsen
Er selbst kennt seine Stammkunden von klein auf. "Ich bin mit dem Restaurant aufgewachsen und habe früher immer die Stammkunden beim Kartenspielen beobachtet", erinnert sich der Familienvater.
- Mentor Halpa ist der Besitzer des Cafés.
- Foto: Niklas Varga
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Die ruhigste Lage besitzt das Café Rüdigerhof nicht: Immer wieder donnern auf der einen Seite Garnituren der U4 und auf der anderen Seite Autos auf der Rechten Wienzeile vorbei. Doch die Lage hat auch seine Vorteile: "Dadurch, dass wir direkt neben der U-Bahn liegen, dürfen wir dank einer Außnahmeregelung jeden Tag bis zwei Uhr in der Früh offen haben", erzählt Mentor.
Er selbst ist ebenfalls regelmäßig bis in die frühen Morgenstunden im Café. Wobei es genau genommen ein Restaurant ist, deren Küche bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. "Laut 1000 things in Vienna isst man bei uns das zweitbeste Schnitzel der Stadt", erzählt Mentor. Geschlagen geben musste man sich nur dem Restaurant "Meissl und Schadn" aus der Inneren Stadt.
Kuriose Events
Abseits der prämierten Küche ist das Café Rüdigerhof aber auch für kuriose Partys bekannt. So wurde vor dem Rauchverbot in der Gastronomie, dass seit 1. November 2019 in Kraft ist eine "Letzte Tschick Party" veranstaltet. "Damals haben wir die Tschicks in Salatschüsseln serviert" erzählt Mentor und ergänzt: "Auf einem Monitor ist ein Countdown runtergerannt. Kurz vor Mitternacht ging dann die letzte Runde an Zigaretten auf mich und um Punkt Null Uhr haben wir alle gemeinsam die Tschick ausgedämpft", erzählt Mentor grinsend.
- Der idyllische Gastgarten liegt zwischen zahlreichen Pflanzen.
- Foto: Niklas Varga
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Die Räumlichkeiten in denen das Café Rüdigerhof beheimatet ist, sind historisch. "Das Gebäude steht eigentlich komplett unter Denkmalschutz. 2013 haben wir dann drinnen renoviert und wollten unbedingt, dass es genauso aussieht wie vorher. Im Endeffekt ist nicht mal unseren Stammkunden aufgefallen, dass renoviert wurde.", freut sich Mentor.
Das Café schafft einen großen Spagat: Zum einen weckt der Ort das künstlerische Interesse, zum anderen scheinen auch exzessive Partys hier nicht ausgeschlossen. Ob seine künstlerischen Stammkunden auch denen beiwohnen, ist allerdings nicht überliefert.
Wichtige Informationen
- Adresse: Hamburgerstraße 20, 1050 Wien
- Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9 bis 2 Uhr
- Telefon: 01 5863138
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