Öko-Klo
Eine Toilette sorgt für besseres Klima

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Mariahilf hat sein erstes Öko-Klo: LooPi steht im Esterházypark und kann von jedem gratis benutzt werden.

Der Umwelt etwas Gutes tun, während man auf der Toilette sitzt? Was anfangs etwas abwegig klingt, ist mit LooPi sechs Monate lang möglich. Denn das unisex Pflanzen-Urinal im Esterházypark ist nicht nur eine vertikale Grüne Wand, die mit ihren Pflanzen an der Außenfassade zur Abkühlung und Steigerung der Biodiverrsität des Grätzels beiträgt. Sie ist auch eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel.

Von Abfall zu Nährstoff

„Denn wie wir vorhandene Ressourcen nutzen, anstatt sie wegzuwerfen oder in diesem Fall zu spülen, ist ein wesentlicher Ansatz für den Umwelt- und Klimaschutz", erklärt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ). "Als Klimabündnisbezirk unterstützen wir dieses innovative Pilotprojekt und hoffen, dass die Parkbesucher ihren Teil dazu beitragen.“ 

Dafür müssen die Besucher nur ihr Geschäft in LooPi verrichten. Die WC-Anlage wandelt hochwertige Nährstoffe, die im Urin enthalten sind, dann in wertvollen Dünger für die landwirtschaftliche Produktion um. Der Rest des Urins wird bis zur nächsten Benützung gespeichert und dann als Spülwasser verwendet. Das Abwasser wird zudem dafür genutzt, Pflanzen zu bewässern und zu düngen.

Die Testphase im Park 

Die geschlechtsneutrale WC-Anlage kann von jedem kostenlos genutzt werden. Die tägliche Reinigung wird vom Bezirk finanziert.

Das Öko-Klo wurde die vergangenen vier Jahre von dem österreichischen Forschungsinstitut für Kreislaufwirtschaft alchemia-nova und der Wiener Design-firma EOOS NEXT sowie mit der Unterstützung von der Universität für Bodenkultur entwickelt.

Als Testlauf soll es sechs Monate lang im Esterházypark stehen. Nach der Auswertung der Beta-Phase wird schlussendlich entschieden, wie es mit LooPi weitergehen soll.

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