Mariahilf
Wohnstraße Haydngasse soll durch Bemalung deutlicher werden
- Da die Fußgängerinnen und Fußgänger die Wohnstraße nicht nutzen, wolle man diese stärker farblich kennzeichnen.
- Foto: Salme Taha Ali Mohamed
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Mit einer Straßenbemalung sollen Fußgängerinnen und Fußgänger dazu aufgefordert werden, die Haydngasse mehr zu nutzen.
WIEN/MARIAHILF. Die Wiener Bürokratie ist bekanntlich nicht immer die Schnellste. Doch im Fall der Haydnstraße ging alles sehr flott voran. Stellte Links-Bezirksrätin Carina Karner Ende 2023 eine Anfrage zur Bemalung einer der acht Wohnstraßen in Mariahilf, konnte sie in der darauffolgenden Bezirksvertretungssitzung im März 2024 mit der SPÖ den entsprechenden Antrag stellen. Dieser wurde einstimmig angenommen.
Im September soll voraussichtlich mit dem Projekt gestartet werden. "Ich habe den Antrag gestellt, weil ich schon seit Längerem nach Wegen suche, um in Mariahilf Tempobeschränkungen umzusetzen. Die Haydngasse hat sich perfekt dafür angeboten, da sie zwar eine Wohnstraße ist, aber die Fußgänger nutzen sie nicht als solche", erklärt Karner.
Ermutigung für Fußgänger
Denn auf der Wohnstraße gilt: Fußgängerinnen und Fußgänger haben Vorrang. Sie dürfen die Fahrbahn zum Gehen, Reden oder Spielen nutzen, während Autos aus diesem Grund hier nur im Schritttempo zu- oder abfahren dürfen.
- Die Haydngasse ist eine von acht Wohnstraßen im Bezirk.
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Mit einer bunten Bemalung will der Bezirk den Wohnstraßencharakter der Haydngasse deutlicher kennzeichnen und die Menschen dadurch ermutigen, sie mehr für sich zu beanspruchen. Als Vorbild dient dabei der 12. und 15. Bezirk, die ähnliche Projekte bereits vor Jahren umgesetzt haben. In der Langmaisgasse wurden beispielsweise sehr viele Blumenmotive aufgemalt, was ihr auch den umgangssprachlichen Spitznamen "Blumenstraße" einbrachte.
Budget wird erarbeitet
Aus der Bezirksvorstehung heißt es, dass derzeit ein Konzept für die Bemalung erarbeitet wird. "Wir streben Malereien an, wo man deutlich sieht, dass die Haydngasse eine Wohnstraße ist. Wir haben schon einige Künstlerinnen und Künstler gefunden, die mitmachen wollen, suchen aber weiterhin nach neuen", verrät Karner.
Gleichzeitig sei der Bezirk aktuell auch damit beschäftigt, ein Budget aufzustellen, bevor es im September losgeht. "Wir werden es in Mariahilf einmal ausprobieren. Aber die Idee ist es natürlich, noch mehr Straßen zu bemalen, wenn es in der Haydngasse gut funktioniert", so Karner.
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