Politik in Mariahilf
2021 startet jetzt das Jugendparlament
- Symbolbild: Kinder und Jugendliche können sich nun aktiv an Mariahilfs Politik beteiligen.
- Foto: BV6
- hochgeladen von Larissa Reisenbauer
2021 soll in Mariahilf endlich ein Kinder- und Jugendparlament geschaffen werden. Der Jugendbereich der Stadt Wien soll mit Erfahrungswerten helfen.
MARIAHILF. In ihrer letzten Sitzung im Jahr beschloss die Mariahilfer Bezirksvertretung, ein Kinder- und Jugendparlament einzurichten. Eingebracht wurde der Antrag von den Neos Mariahilf in Unterstützung der SPÖ Mariahilf, jetzt wird sich der Fachbereich für Jugend in der Stadt Wien damit befassen. "Die Jugendlichen sind unsere Zukunft. Es ist wichtig, dass wir ihnen alle erdenkliche Chancen geben, sich zu entwickeln und einzubringen. Dass sich die SPÖ bei unserer Forderung angeschlossen hat, freut mich sehr“, berichtet Neos Bezirksrat Bastian De Monte, der Initiator des Antrags.
Das neu entwickelte und moderne Kinder- und Jugendparlament soll das Engagement und die Potentiale der Jugend in Mariahilf fördern. Es soll ein Baustein werden, um Lust an die Politik und aktiver Mitgestaltung zu wecken und so Politikverdrossenheit vorbeugen.
Partizipation auf Bezirksebene
Und so wird 2021 gestartet: Der Fachbereich für Jugend der Stadt Wien soll Erfahrungen aus anderen Bezirken einholen und der Mariahilfer Bezirksvertretung vorlegen. Zusätzlich werden Erkenntnisse des Projektes "Werkstatt Junges Wien" in die Idee des Kinder- und Jugendparlaments einfließen. Bei dieser Initiative hatten sich bei über 1.300 Workshops mehr als 22.000 Kinder und Jugendliche Gedanken über die Stadt Wien gemacht. Daraus entstand die Wiener Kinder- und Jugendstrategie.
"Nicht ganz so groß werden wir das Kinder- und Jugendparlament im Bezirk aufziehen. Wir wollen den jungen Mariahilfern aber die Lust auf das Mitgestalten, auf die Demokratie machen", erklärt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ). "Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung, werden Freude am gemeinsamen Arbeiten an Projekten haben und natürlich die entsprechende Anerkennung bekommen“, steckt er die Ziele.
Die Idee eines Kinder- und Jugendparlaments ist jedoch nicht ganz neu. Denn bereits 2013 brachten die Grünen Mariahilf eine solche im Bezirksparlament ein. "Der Antrag wurde damals ebenfalls einstimmig beschlossen. Leider sind die Bemühungen aber im Sand verlaufen - umso mehr hoffe ich, dass das Kinder- und Jugendparlament diesmal umgesetzt wird. Denn wer, wenn nicht die Jugend muss mitreden, wenn es um die Zukunft geht? Bereits die aktuelle Klimaschutzbewegung rund um Fridays For Future zeigt, wie sehr sich Jugendliche politisch und gesellschaftlich engagieren und was sie bewegen können," so Michi Reichelt, Stellvertretender Bezirkschef Mariahilf (Grüne).
Auch 2015 wurde bereits über dieses Thema in Mariahilf diskutiert: „Die ÖVP Mariahilf hat im Dezember 2015 einen Antrag auf Schaffung eines Jugendparlaments eingebracht, leider konnte diese Idee in der letzten Periode nicht realisiert werden. Ich freue mich, dass es nun über Fraktionsgrenzen hinweg beschlossen wurde und in Mariahilf umgesetzt wird", so Gerhard Hammerer, ÖVP Mariahilf.
Auch Yves Bertassi, FPÖ-Klubobmann Mariahilf ist diesem Projekt zugetan: "Ich glaube es ist sehr wichtig Kindern und Jugendlichen die Bedeutung und Wichtigkeit von Politik und Demokratie näher zu bringen. Das geht am besten, indem man sie aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilnehmen lässt."
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