Ein Team als Problemlöser

Das Fair-Play-Team in Meidling: Antonia Wernig, Nicole Janß und Ali-Haydar Gundogdu (v.l.) im Haeberpark.
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  • hochgeladen von Karl Pufler

Fair-Play-Team: Top-Erfolge in der Haebergasse und dem Steinbauerpark.  Die drei vom Fair-Play-Team sind in ganz Meidling unterwegs.

MEIDLING. Aufregung in der Haebergasse: Anrainer fürchteten um die Sicherheit der Kinder. Grund war ein Kiste am Spielplatz, wie die bz berichtet hatte.

Doch schnell wurde das Geheimnis gelüftet: Der bunte Behälter stand seit vier Jahren genehmigt in einem Eck des Parks. Aufgestellt vom Fair-Play-Team, das die große bunte Kiste inzwischen durch eine kleine ausgetauscht hat, die für den Inhalt reicht: ein Softball, Slacklines und ein Dinosaurier sind hier verschlossen. Den Schlüssel haben die Kinder – und das Fair-Play-Team, das in Meidling als Problemlöser unterwegs ist.

Pfosten gegen das Kicken?

Die ominöse Kiste im Haebergassenpark ist eine der ersten großen Erfolgsgeschichten des Fair-Play-Teams. "Hier gab es anfangs nur eine Wiese und einige Pfosten", erinnert sich Nicole Janß.

Kinder und Eltern glaubten, dass diese Holz-Steher das Fußballspielen verhindern sollten. "Das war natürlich falsch", so Janß. Die Pflöcke waren als Halterung für Slacklines vorgesehen, auf denen man Seiltanzen üben kann.

Slacklines und Softbälle

Also starteten Janß und ihr Team das erste Projekt: Park-Spielzeuge wie Softbälle, Slacklines und Straßenkreide wurden in einer Kiste verschlossen. Den Schlüssel bekamen einige Kinder sowie das Fair-Play-Team. Erstaunlich war, das kaum Spielzeug verschwand, aber vieles dazu kam.

Das Team um Nicole Janß sprach weiter mit den Park-Nutzern und vermittelte mit dem Bezirk und in der Folge wurden auch Spielgeräte aufgestellt. Dadurch wurde die Kiste immer unwichtiger.

Erfolgsgeschichte Steinbauerpark

"Auch beim Steinbauerpark konnten wir einiges erreichen", erinnert sich Antonia Wernig vom Fair-Play-Team. Durch Einladungen und Events kamen immer mehr Kinder und Jugendliche. Bis das schlechte Image des Parks, es wäre hier gefährlich, fast ganz verschwunden war.

"Wir sind das ganze Jahr in Meidling unterwegs", so Nicole Janß. Dabei versuchen sie, Probleme zu lösen, bevor sie den meisten überhaupt erst bewusst werden. Sie vermitteln bei Uneinigkeiten, indem sie alle Beteiligten zu einem Gespräch laden.

Und sie setzen sich etwa für Flüsterzäune und Softbälle ein, die beide dazu dienen beim Fußballspielen weniger Lärm zu machen. "Hier war Meidling Vorreiter bei der Einführung dieser Fußballkäfige", zeigt sich Janß stolz.

Das Fair-Play-Team in Meidling: Antonia Wernig, Nicole Janß und Ali-Haydar Gundogdu (v.l.) im Haeberpark.
Das Fair-Play-Team in Meidling: Antonia Wernig, Nicole Janß und Ali-Haydar Gundogdu (v.l.) im Haeberpark.

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