19.03.2017, 00:00 Uhr

Eine neue Schule für Hetzendorf

Infinum Direktorin Nina L. Glavic setzt auf Freude am Lernen, Selbständigkeit und Kreativität

Hetzendorfer Straße 77: Nach 13 Jahren eröffnet das Infinum eine Volksschule.

MEIDLING. „Seit inzwischen mehr als 13 Jahren führen wir erfolgreich eine Unter- und Oberstufe. Jetzt ist es Zeit, dass die Kleinen auch etwas davon bekommen“, so Schuldirektorin Nina L. Glavic. Sie ist eine der Gründerinnen des "Instituts für individuelle Unterrichtsmethoden".

Zu Ostern 2003 wurde das Institut gegründet und bereits im September nahm die AHS den Betrieb auf. 24 Schüler zwischen elf und 15 Jahren starteten in drei Klassen in die neue Oberstufe.

Mehrstufenklasse in Aktion

"Heute besuchen 120 Mädchen und Burschen die Infinum-Schule und die ersten unserer Absolventen haben bereits ihr Studium abgeschlossen", so die Schulleiterin. Es sei für sie an der Zeit, das erfolgreiche Schulkonzept auch auf eine Volksschule auszuweiten. Mit Herbst starte diese in der Hetzendorfer Straße 77.

„In einer Mehrstufenklasse im Volksschulbereich werden Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in einem Klassenverband gemeinsam unterrichtet“, erklärt Glavic. Gerade in diesem Alter zeigen sich bei den Kindern große Unterschiede in den Lernvoraussetzungen, dem Lerntempo, der vorschulischen Förderung. Im Klassenverband könne man individuelle Lernangebote bieten und so die einzelnen Kinder fördern.

Besserer Einstieg

Auch Schulanfänger hätten es einfacher, wenn sie in eine Mehrstufenklasse einsteigen, ist sich Glavic sicher: Durch die bereits „schulerfahrene“ Gruppe von Kindern gelinge die Eingangsphase für die „Neulinge“ um einiges leichter.
Ein Schwerpunkt der neuen Schule werde auch die Begabtenförderung und Betreuung lernschwacher Kinder sein. Verantwortungsgefühl, selbstständige Problemlösung, Teamfähigkeit und Konfliktbewältigung soll vermittelt werden, so die Pädagogin Nina L. Glavic.

Neben der bereits bestehenden Infinum-Struktur zeichnet die erfahrene Volksschullehrerin und Montessoripädagogin Brigitte Pokorny für das Konzept der mehrstufigen Volksschulklasse verantwortlich. Sie unterrichtete viele Jahre an der Pädagogischen Hochschule in Wien, gründete dort an der Praxisvolksschule eine Mehrstufenklasse, die sie 15 Jahre leitete.

„Aus ihrer Erfahrung und laut wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich dieses Modell sehr positiv auf die Lernerfolge und die Entwicklung der Schüler ausgewirkt“, so Direktorin Glavic.

Das pädagogische Konzept fördert die Freude am Lernen, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Kreativität. Dazu braucht es aber auch das große Engagement der mittlerweile 32 Pädagogen.

Selbst die Direktion ist kein angstbesetzter Raum, sondern immer offen für Begegnungen und Gespräche. „Alle Schüler beim Namen zu kennen, ihre Begabungen, Probleme, Bedürfnisse und Wünsche sowie ihren familiären Background – auch das macht das Besondere unserer kleinen Schule aus“, so Glavic: "Selbstverständlich geht es auch um Leistung und Lernerfolge, denn die Kinder und Jugendlichen müssen nach der Schule ja hinaus ins Leben, in den Beruf oder ins Studium.“

Zur Sache

Die Privatschule Infinum wurde von 13 Jahren von einer Gruppe von Eltern gegründet, die mit der Schulsituation nicht zufrieden waren. Infinum steht für "INstitut Für INdividuelle UnterrichtsMethoden" und betreibt eine allgemeinbildende höhere Schule für Öffentlichkeitsrecht.

Die neue Volksschule: 15 Kinder werden ab Herbst 2017 von zwei Pädagoginnen in der Mehrstufenklasse unterrichtet. Der Unterricht beginnt um 9 Uhr und endet am Nachmittag. Es gibt auch eine Nachmittagsbetreuung bis 17 Uhr mit Mittagessen. Die Schule wird zwischen 450 und 490 Euro im Monat kosten. Es gibt noch freie Plätze. Info: www.infinum.at
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