09.08.2018, 13:33 Uhr

Mein erster Ferialjob

Andrea Kö verwaltetete Präsenzdienerkarteien mittels Karteikarten in der Ergänzungsabteilung des Bundesheeres. (Foto: Kö)

Wir haben uns umgehört und erfahren, welche Ferienjobs bekannte Persönlichkeiten früher hatten.

BEZIRK (mc). Die stellvertretende Landesleiterin der Wir Niederösterreicherinnen und Perchtoldsdorfer Gemeinderätin Andrea Kö arbeitete in ihrer Ferienzeit meistens einen Monat lang.

Ferialpraxis beim Militär

Dabei hatte sie regelmäßig mit dem Militär zu tun. So war sie unter anderem beim Bundesheer in der Ergänzungsabteilung tätig. „Meine Aufgabe war die Verwaltung der Präsenzdienerkarteien mittels Karteikarten“, so Kö, die aber auch einmal in ihrer Ferialpraxis einen Bürojob bei der Heeresbekleidungsanstalt in Brunn am Gebirge ausübte. Dass der Gemeinderätin für Soziales keine Arbeit zu minder ist, zeigte sie beim Schulpraktikum im Hotel Babenbergerhof, wo sie in der Küche und bei der Reinigung der Zimmer half. „Bei jedem Job lernst du etwas“, so Kö und fügt noch schnell hinzu, „besonders aber im Verkauf über Menschen.“
Was Kö mit dem verdienten Geld machte? „Da ich sonst kein eigenes Geld hatte, habe ich es damals für Gewand und zum Ausgehen ausgegeben.“

Kein Geld für Hausarbeit

Dr. Lili Skarabela (91), ehemalige Mödlinger Gemeinderätin, besuchte das Gymnasium mit dem hauswirtschaftlichen Zweig. Skarabela: „Für die Ausbildung war es notwendig in diesem Bereich tätig zu sein und so war ich während der Ferienzeit für ein Monat bei einer Familie und ihren vier Kindern im Haushalt tätig.“ Ein Entgelt gab es dafür keines. Die Trägerin des Ringes des Bürgermeisters war damals erst 14 Jahre alt. „Als ich ein wenig älter war, habe ich dann unterschiedliche Lager geleitet und Kriegshilfsdienste versehen.“

Geld für das erste Moped

Der Obmann der Wirtschaftskammer Mödling, Martin Fürndraht, verdiente sich sein erstes Geld während seiner Ferien in einem Werkzeugmacher-Betrieb. „Die Ferialpraxiszeit machte viel Spaß und war ausbildungstechnisch auch sehr lehrreich.“ Dreimal so viel wie ein Lehrling habe er damals verdient und mit dem Geld sein erstes Moped gekauft. Der heutige Unternehmer: „Mein Vater hat gemeint, wenn du ein Moped willst, dann musst du das Geld dazu verdienen.“ Gesagt - getan!
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