Neue Tafel am Josef-Weinheber-Platz

Bezirkschef Prokop (l.) mit Anrainer Sred Josimov, dessen Vater Widerstandskämpfer war.
  • Bezirkschef Prokop (l.) mit Anrainer Sred Josimov, dessen Vater Widerstandskämpfer war.
  • Foto: BV16
  • hochgeladen von Andrea Hörtenhuber

"Niemals vergessen": Unter diesem Motto prangt ab sofort am Josef-Weinheber-Platz eine Zusatztafel, um über die nationalsozialistische Vergangenheit des Namensgebers zu informieren.
Josef Weinheber wurde 1931 Mitglied der NSDAP und galt den Nationalsozialisten als bedeutendster lebender Lyriker der Gegenwart.

Grüner Antrag

Seit Jahren kämpften die Ottakringer Grünen für eine Umbenennung des Platzes. Anträge scheiterten bisher am Veto von SPÖ, ÖVP und FPÖ. 2010 wurde schließlich der grüne Antrag auf Anbringung einer Zusatztafel angenommen.
"Für mich war immer klar: Einem Dichter, der Heldengedichte an Adolf Hitler verfasst hat, können wir im öffentlichen Raum nicht derart unreflektiert huldigen", so Joachim Kovacs, Klubvorsitzender der Grünen Ottakring.
Auch SPÖ-Bezirksvorsteher Franz Prokop sieht die Anbringung der Zusatztafel als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Für Wien und unseren Bezirk ist es wichtig, kollektive Verantwortung zu übernehmen und die Vergangenheit immer wieder aufzuarbeiten."

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