Boxclub Bounce Ottakring
Boxerin Eva Voraberger will zurück auf den WM-Thron

Fokussiert bei der Arbeit. Trainer Daniel Nader und Boxerin Eva Voraberger beim Training im Boxclub "Bounce".
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  • Fokussiert bei der Arbeit. Trainer Daniel Nader und Boxerin Eva Voraberger beim Training im Boxclub "Bounce".
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Boxerin Eva Voraberger hat ein hartes Jahr hinter sich und will mit dem Boxclub Bounce zurück zum WM-Titel. Die bz hat die 30-Jährige zusammen mit Trainer Daniel Nader zum Gespräch gebeten.

Wie kam es nach zwölf Jahren zur Trennung vom Boxteam Vienna und Peter Pospichal?
EVA VORABERGER: Das war schwer, aber einfach notwendig. Ich weiß, dass ich mehr kann, als ich im vergangenen Jahr gezeigt habe. Das Paket hat einfach nicht mehr gepasst.

Haben die Knock-outs bei den WM-Kämpfen in New York und Bregenz Spuren hinterlassen?
VORABERGER: Natürlich nagt das an mir, das ist ganz normal. Das waren aber auch nicht meine besten Leistungen.

Wie viel mentale Arbeit war notwendig, um das zu verarbeiten?
VORABERGER: Ich hatte einen Mentaltrainer. Aber die Niederlage hatte sportliche Gründe. Deshalb musste ich auch das ganze Drumherum verändern. Ich war einfach nicht in 100-prozentiger Top-Verfassung.

Vor dem Kampf in New York hieß es, Sie seien auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere.
VORABERGER: Sportlich gesehen war es der Höhepunkt, die Vorbereitungszeit war aber zu kurz. Das hat man am Tag X gesehen. Ich weiß, dass es besser geht.

Wo steht Eva Voraberger jetzt, Herr Nader?
DANIEL NADER: Wir sind jetzt zwei Schritte zurückgegangen und müssen ganz von vorne anfangen. Wir schauen, woran es fehlt und wo man zulegen muss. Wir denken Step-by-Step und legen alles professioneller an. Eva soll sich einzig auf das Training konzentrieren.

Was bedeutet "zwei Schritte zurück" im Konkreten?
NADER: Wenn man an der Welt-spitze boxt, sind gewisse Fehler in der Technik nach oben hin leistungslimitierend. Acht Wochen vor einem Kampf sind zu wenig, wenn man an der absoluten Weltspitze boxen will. Wir haben im Dezember begonnen und müssen in einem kontinuierlichen Trainingsprozess sein. Dann gibt es auch eine Weiterentwicklung.

Eva Voraberger und Trainer Daniel Nader im Bounce. Der WM-Gürtel soll bald nach Ottakring kommen.
  • Eva Voraberger und Trainer Daniel Nader im Bounce. Der WM-Gürtel soll bald nach Ottakring kommen.
  • Foto: Max Spitzauer
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Daniel Nader gilt als der beste Trainer in Österreich. Macht er Sie besser?
VORABERGER: Das liegt einzig an mir. Wenn man einmal an der Weltspitze angekommen ist, ruht man sich auch gerne mal aus, das gebe ich offen zu. Es geht darum, sich aufzuraffen.

Gibt es den berühmten psychischen Knacks nach einer K.o.-Niederlage?
NADER: Sicher gibt es den. Sobald die erste Faust wieder geflogen kommt, dann kommt es darauf an, welcher Typ du bist. Eva muss auch wieder in diese Situationen kommen. Wenn wir sehen, dass sie wieder zu 100 Prozent da ist, dann werden wir wieder einen WM-Kampf machen.

Wann soll der nächste WM-Kampf steigen?
NADER: Wir hoffen, dass wir am 17. Oktober bei der Fight Night so weit sein werden.

Mit den TV-Übertragungen feiert das Boxen ein Comeback.
NADER: Auf jeden Fall. Wir haben einen Fernsehvertrag, der über das Jahr 2020 hinausgeht, und mit dem ORF langfristige Projekte geplant. Es tut sich etwas im österreichischen Boxsport – egal, ob beim olympischen Boxen oder beim Profiboxen.

Wer profitiert davon mehr: der Boxclub Bounce oder die Sportlerin Eva Voraberger?
NADER: Es ist eine Win-Win-Situation. Das ist mir auch wichtig, klarzustellen. Natürlich ist Eva nicht alleine durch den Wechsel zu uns erfolgreich. Das ist ein gewisser Druck für uns beide. Wir müssen etwas liefern, sonst schaut es nach außen hin blöd aus. Ich bin davon überzeugt, dass Eva wieder zurückkommen wird. Garantie gibt es dafür keine, aber wir werden alles daran setzen. Eva muss diesem Ziel alles unterordnen. Das war auch eine Bedingung. Alles andere ist eine Seifenblasenoper.

Interview: Michael J. Payer

Autor:

Michael J. Payer aus Donaustadt

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