01.12.2017, 15:20 Uhr

Von meiner, ihrer und unserer Goldhaube

Von Karin Rammer

RIED IN DER RIEDMARK.  / Eigentlich waren wir Mädels ja nur auf der Suche nach einem gemütlichen Verein. Er sollte ohne politischen Hintergrund und egal sein ob man Bäuerin, Hausfrau oder Angestellte ist. Eine Gemeinschaft aus der man nicht herauswächst oder zu alt wird. Und prompt habe ich die Lösung gefunden, wir werden eine Goldhaubengruppe. Und von Anfang an war klar das Herta unsere Obfrau wird, denn schon zu ihrem 30iger bekam sie von uns eine Goldhaube. Und ich setzte mir, auf Druck meiner Freundinnen zum Ziel, dass ich bis zu meinem vierzigsten Geburtstag mir selbst eine Goldhaube anfertige, obwohl ich da schon sehr an meinen Fähigkeiten und Geschick zweifelte. Und die Zeit verging und der inzwischen gekaufte Stickrahmen war noch ziemlich leer. Im Frühling und Sommer war an Sticken nicht zu denken und im Herbst begann die Jagdsaison und die war mir wichtiger als die Stickerei. Meine Freundin Barbara bemerkte den noch fast leeren Stickrahmen und bot Hilfe an. Und tatsächlich waren nach kurzer Zeit schon zwanzig schöne Rosetten mehr auf dem Rahmen. Und mit dem letzten Winter vor meinen 40igsten Geburtstag zog Panik bei mir ein. Und anstelle mit meinen Mann zur Entenjagd zu gehen musste ich zu Hause an meiner Goldhaube sticken. Aber auch mein Mann konnte erst dann zur Jagd aufbrechen, wenn er mir vorher mindestens fünf Perlnadeln eingefädelt hatte. Denn er war darin viel geschickter als ich. Also wurde die Haube ein gemeinsames Kunstwerk und ich habe keine Ahnung wie ich es geschafft habe dass sie just zu meinen vierzigsten Geburtstag fertig wurde. Die vollständige Geschichte lesen Sie unter: www.goldhauben-bezirk-perg.at


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