Firmenjubiläum
Vor 100 Jahren wurden die Planseewerke gegründet
- Paul Schwarzkopf gründete am 24. Juni 1921 die Metallwerke Plansee in Breitenwang.
- Foto: Plansee Group
- hochgeladen von Günther Reichel
Am 24. Juni 1921 wurde die Metallwerk Plansee GmbH in Reutte von Dr. Paul Schwarzkopf gegründet. Von Breitenwang ausgehend, entwickelte sich in den Folgejahre ein Unternehmen von Weltruf.
BREITENWANG/REUTTE. Die Pulvermetallurgie war zu Beginn des letzten Jahrhunderts wenig bekannt. Paul Scharzkopf galt aber schon damals als einer der Pioniere. Damals noch in Berlin ansässig, entwickelte er ein Verfahren zur industriellen Produktion von Glühfäden für Glühbirnen und war Mitbegründer der „Deutschen Glühfadenfabrik“. Später folgte eine weitere Unternehmensgründung in den Niederlanden.
Es wurde Licht
Es war jene Zeit, in der das elektrische Licht in den Haushalten und Unternehmen Einzug hielt. Paul Schwarzkopf erkannte die Bedeutung moderner Technologien. Der Chemiker und Doktor der technischen Wissenschaften war ein umtriebiger Erfinder, der das Potential der beiden Werkstoffe Molybdän und Wolfram einzuschätzen wusste.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte er ein Verfahren zur industriellen Produktion von Glühfäden aus Wolframdraht. Das Interesse war groß.
Auf Standortsuche
Klar war auch, dass für die industrielle Herstellung ein Standort benötigt wird, der es ermöglicht, aus Wasserkraft die benötigte Energie in ausreichender Menge und kostengünstig gewinnen zu können.
Paul Schwarzkopf wurde am Plansee fündig. Hier gründete er gemeinsam mit seinem Finanzpartner Richard Kurtz die Planseewerke.
Anfänglich wollte sich Paul schwarzkopf in Reutte niederlassen. Der Ankauf der notwendigen Grundstücke wurde ihm aber nicht ermöglicht. Heute steht der Großteils des Unternehmens daher in der Nachbargemeinde Breitenwang.
Start mit 15 Mitarbeitern
1922 wurde der Betrieb aufgenommen. Mit 15 Mitarbeitern konnte Paul Schwarzkopf die industrielle Fertigung von Produkten aus Molybdän und Wolfram beginnen. Bald wurden neben der Fadenproduktion für Glühlampen weitere Komponenten für andere Anwendungsbereiche in die Produtkion aufgenommen.
So etwa 1925, als der amerikanische Industrielle Henry Ford den ersten Großauftrag über
Kontaktplättchen aus Wolfram in Auftrag gab. Auch Anoden für Röntgengeräte gehören zu den ersten Produkten des damals jungen Unternehmens.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich die Planseewerke kontinuierlich weiter. Der Standort wurde ausgebaut. Später wurden bestimmten Teile auch auf Reuttener Grund errichtet. Auch die Internationalisierung begann.
13.000 Mitarbeiter weltweit
Heute produziert das Unternehmen mehr als 75.000 Produkte, die u.a. in Hightech-Geräten wie Smartphones und Laptops zu finden sind. Die Zahl der Produktionsstandorte ist auf 50 angewachsen, jene der Mitarbeiter welttweit auf rund 13.000.
Auch im 100. Jahr des Bestehens ist das Unternehmen, das inzwischen als Plansee Group firmiert, auf die Werkstoffe Molybdän und Wolfram spezialisiert. Mit den beiden Unternehmensbereichen Plansee
Hochleistungswerkstoffe und Ceratizit deckt die Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom Erzkonzentrat bis zu kundenspezifischen Werkzeugen und Komponenten.
Weitere Beiträge über die Plansee Group finden Sie auf www.meinbezirk.at/reutte
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