Kalender zum 5. Juni

Mal was musikalisch Kulturelles, das mir heute beim Hören der Musik vom USB-Stic im Auto eingefallen ist:

Der Evangelimann
... ist eine Oper in 2 Akten aus dem Jahr 1895 von Wilhelm Kienzl, der Musik und Libretto (= Text) verfasste.
Die Titelfigur des Evangelimanns war ursprünglich eine Gestalt der sogenannten Wiener Pawlatschen (Hinterhöfe), die dort bevorzugt an Samstagen oder Sonn- und Feiertagen erschien und - zumeist in würdigem und freundlichem Auftreten - aus der Bibel zitierte und dafür einige Kreuzer erhielt.

Wilhelm Kienzl benannte seine Oper nach dieser Gestalt. Angeregt wurde er von einer Erzählung aus Leopold Florian Meissners Buch Aus den Papieren eines Polizeikommissärs. Dieses berichtet vom Lebensweg des Evangelimanns als eine wahre Begebenheit. Auf dem Hellerhof in der Pfarrei Paudorf bei Göttweig in Niederösterreich habe sich 1812 eine Brandkatastrophe zugetragen, die man dem ebendort gebürtigen Engelbert Schwerdtfeger, dem späteren Abt des Benediktinerklosters Stift Göttweig, zur Last legte und ihn dafür unschuldig verurteilte. Diese Erzählung adaptierte Wilhelm Kienzl für seine Oper. Die Uraufführung des Werks fand am 4. Mai 1895 in Berlin statt.

Die Handlung - 1. Akt:
Als nach dem Nachmittagsgottesdienst in St. Othmar das heimliche Paar Martha und Mathias glücklich die Kirche verlässt, wird es neidvoll von Mathias' Bruder Johannes beobachtet. Dieser wartet, bis Marthas Vormund Friedrich Engel erscheint, und verrät das Liebesglück der beiden. Friedrich Engel stellt daraufhin Mathias, der als armer Schreiber keinesfalls standesgemäß ist, zur Rede. Trotz dessen Beteuerungen jagt er Mathias aus seinem Amt und nimmt ihm seinen Lebensunterhalt. Johannes versucht die Gelegenheit zu nutzen, um sich Martha zu nähern, wird jedoch abgewiesen. Der Abend kommt und die Bürger zieht es zur Klosterschänke.
Mathias bittet Magdalena, Martha eine Stunde vor Mitternacht in den Wirtsgarten zu bestellen. Währenddessen kegeln die Bürger um die Wette. Nun treffen sich Martha und Mathias und geloben sich ewige Treue. Aber Johannes hat sie wieder belauert und stürzt betroffen davon. Bald steigt Rauch auf. Der Nachtwächter gibt Feueralarm. Mathias will zum Löschen, da nimmt ihn der Pfleger als mutmaßlichen Brandstifter fest. Martha bricht zusammen.
2. Akt:
Dreißig Jahre später in einem typischen Wiener Hinterhof mit spielenden Kindern, Leierkastenklängen und einer Lumpensammlerin mit ihrem „Hadern“-Ruf. Magdalena erinnert sich wehmütig an ihre schönen Jugendtage. Es erscheint der Evangelimann und trägt aus der Bibel vor. Die Kinder bemühen sich, ihm nachzusingen. Als er Magdalena um Wasser bittet, wird er von ihr als Mathias Freudhofer erkannt. Er berichtet von seinen unschuldigen Leiden, der zwanzigjährigen Kerkerhaft und der Verzweiflung von Martha, welche sie den Tod in der Donau suchen ließ. Magdalena fordert ihn auf zu baldiger Wiederkehr, um einen Kranken zu trösten.
Der Kranke ist Johannes. Sein Körper und sein Geist werden von Schmerzen gepeinigt. Aber er will sein Geheimnis mit ins Grab nehmen. Da hört er draußen den Gesang des Evangelimann. Er bittet Magdalena, ihn heraufzuholen. Als dieser erscheint, fasst Johannes Vertrauen zu dem Fremden und beichtet ihm seine Tat. Die Brüder erkennen sich und der sterbende Johannes erbittet Vergebung. Nach schwerem inneren Kampf verzeiht ihm Mathias. Johannes stirbt. Draußen singen die Kinder „Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich“.
(Quelle: wikipedia)

Kalenderbild: die vier Evangelisten (Detail aus der Nepomukkirche im 2. Bezirk)

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