Schloss Wolfpassing

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Wo: Schloss Wolfpassing, Wolfpassing 1, 3261 Wolfpassing auf Karte anzeigen

Das heutige Erscheinungsbild erhielt das Schloß durch Umbauten in der Mitte des 18. Jahrhundert durch Graf Ferdinand Auersperg. Das Schloß selbst ist ein stattlicher viergeschossiger Vierflügelbau mit fünfgeschossigen runden Ecktürmen mit spitzen Kegeldächern, zweigeschossigen Arkadenhof und barocker Kapelle. Der seit 1834 kaiserliche Besitz fand als Remontenanstalt des k. k. Kriegsministeriums und als Erholungsheim für Offizieren verwendung. 1910 vom Staat gekauft, wurde es im Ersten Weltkrieg wieder als Lazarett verwendet, und ab 1929 als Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Milchwirtschaft geführt. Im 12. Jahrhundert wurden erstmals die Herren von Wolfpassing genannt, der Name Wolfpassing scheint 1230 als Wolfpazing im Verzeichnis der Besitzungen der babenbergischen Landesfürsten erstmals urkundlich auf. Das Schloß, ehemals Eigentum der Wolfstein, war zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert meist im Besitz der Auersperg, die im benachbarten Schloß Ernegg ihren Stammsitz bis heute haben. Von Mitte 2009 bis Mitte 2013 war im Schloss die Lernwelt Wolfpassing, eine katholische Bildungseinrichtung, untergebracht. "Führerglocke" Anlässlich des Verkaufs des Schlosses durch die Bundesimmobiliengesellschaft an einen Linzer Unternehmer wurde 2013 im Glockenturm eine Glocke entdeckt. Der Widmungstext unter dem Hakenkreuz lautet: Am 11.3.1938 befreite der Einiger und Führer aller Deutschen Adolf Hitler die Ostmark vom Joche volksfremder Bedrückung und führte sie heim ins Großdeutsche Reich. Diese Glocke wurde 1939 aus dem Metall einer 1935 für den ermordeten Diktator Engelbert Dollfuß gestifteten Glocke gegossen. Laut Bundesdenkmalamt unterliegt diese Glocke als Zubehör dem Denkmalschutz und bot an, eine mahnende Tafel anzubringen. Ende 2016 kauft die dafür gemeinsam mit Stefan Schrittwieser (Firma P&F Real GmbH aus Mank) gegründete Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs GmbH das Schloss. Was in Zukunft genau mit dem Schloss und den angrenzenden Flächen passieren soll, steht noch nicht fest. „Es gibt sehr viele Ideen. Aber wir wollen für die Region etwas leisten. Die Liegenschaft ist zu wichtig, als sie brach liegen und verfallen zu lassen“, sagt Johann Vonwald.

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