15.10.2017, 16:00 Uhr

Nationalratswahl 2017: So hat der Bezirk Scheibbs gewählt

Die Ergebnisse der Nationalratswahl 2017 am 15. Oktober aus Niederösterreich findet ihr hier bei den Bezirksblättern (Foto: Arnold Burghardt)

Starke Zugewinne für FPÖ und ÖVP im Bezirk Scheibbs. Die Grünen müssen schwere Verluste hinnehmen.

BEZIRK SCHEIBBS. Die Nationalratswahl ist geschlagen und bundesweit, wie auch im Bezirk Scheibbs, ereignete sich ein echtes Polit-Erdbeben.
Der große Wahlsieger ist die FPÖ. Die Freiheitlichen können in allen 18 Gemeinden des Bezirks kräftige Zuwächse verzeichnen. In der Gemeinde St. Anton an der Jeßnitz erarbeitete man sogar ein Plus von satten 17 Prozent und kommt damit auf insgesamt 32,90 Prozentpunkte. In Wolfpassing ist man ebenfalls mit einem ordentlichen Plus von 11,54 Prozent vorne dabei.
Aber auch im Lager der ÖVP unter Sebastian Kurz darf gejubelt werden. In zwölf Gemeinden war die Zustimmung höher als noch 2013. Was aber nicht ganz ins Gesamtbild passt, ist die Tatsache, dass man immerhin in sechs Gemeinden des Bezirks Verluste einfuhr. Die schwarze Hochburg St. Georgen an der Leys konnte aber trotz eines Verlustes von 3,78 Prozent mit 55,31 Prozent nach wie vor gehalten werden.
Eine herbe Niederlage mussten die Grünen hinnehmen. Bezirksweit büßte man 6,63 Prozent ein und liegt nun bei 2,14 Prozentpunkten. Besonders in der Gemeinde Gresten rutschte man von 11,04 Prozent auf 1,66 herab, während die Liste Pilz dort 3,23 Prozent erreichen konnte.
Eine nicht ganz so schwere Niederlage musste sich die SPÖ eingestehen. In 15 von 18 Gemeinden verlor man an Unterstützung. Das Epizentrum des roten Politbebens liegt in Gaming. Dort verloren die Sozialdemokraten insgesamt 8,49 Prozent. Nur in Oberndorf an der Melk, in der Stadtgemeinde Scheibbs und in Wolfpassing konnte man prozentual mehr Menschen überzeugen als noch 2013. Es ist davon auszugehen, dass die Wählerschaft im Bezirk dem bundesweiten Trend folgte und besonders aus dem grünen Lager taktische Wähler hinzugekommen sind.
In dem Artikel wurden die Wahlkarten noch nicht berücksichtigt (Stand: Montag, 16. Oktober). 

Hinweis: Die Grafik zeigt den tatsächlichen Auszählungsstand der Stimmen – nicht die Hochrechnung!


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Hermann Biber aus Scheibbs | 16.10.2017 | 10:54   Melden
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